Die Schauspielerin und Synchronsprecherin Ingrid van Bergen ist tot. Das berichtete die „Bild“-Zeitung am Freitag. Van Bergen wurde 94 Jahre alt. Sie sei tot in ihrem Zuhause im niedersächsischen Eyendorf gefunden worden, schreibt das Blatt. Die Deutsche Presse-Agentur meldete wenig später ebenfalls den Tod der Schauspielerin.

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Ihre Freundin Linda Schnitzler hat sie gefunden. Sie sagte der „Bild“: „Ich habe Ingrid heute Morgen tot in ihrem Bett gefunden. Sie ist ganz friedlich eingeschlafen.“ Die letzten Tage habe sie im Bett gelegen, konnte weder sehen noch gehen. „In der Nacht habe ich ihr noch warme Milch mit Honig aus der Schnabeltasse gegeben. Jetzt ist sie friedlich hinübergegangen.“
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Noch vor Kurzem hatte ihre Freundin in der „Bild“-Zeitung von Bergens Gesundheitszustand berichtet. „Sie ist tapfer“, hatte Schnitzler gesagt, „meistert ihr Schicksal wunderbar und jammert nicht.“
Ingrid van Bergen: Schauspiellegende der Nachkriegszeit
Ingrid van Bergen gehörte zu den wohl bekanntesten Schauspielerinnen der deutschen Nachkriegszeit. 1931 in Danzig geboren, gelangte sie in den 1950er und 1960er Jahren zu Ruhm. Ihr Markenzeichen: Eine unverwechselbare, rauchige Stimme. Häufig war sie in Rollen als Bardame oder zwielichtige Ehefrau zu sehen.
Ingesamt tauchte van Bergen in über 170 Produktionen auf, war an der Seite großer Hollywoodstars zu sehen. In „Stadt ohne Mitleid“ spielte sie 1961 an der Seite von Kirk Douglas. In der BRD spielte sie besonders in romantischen Komödien, unter anderem „Rosen für den Staatsanwalt“ (1959) und Kriminalfilmen mit.
Ingrid van Bergen: 1977 war der Wendepunkt
Der Wendepunkt in ihrem Leben war die Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1977: In ihrer Villa am Starnberger See erschoss van Bergen ihren Partner, den Finanzmakler Knaus Knaths. Wegen Totschlags verbüßte sie eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren, wurde nach fünf Jahren aber wegen guter Führung entlassen.
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An ihren alten Ruhm konnte sie nicht mehr anknüpfen, war in Fernseh-Rollen zu sehen und als Synchronstimme zu hören. Im Jahr 2009 gings sie für RTL in das Dschungelcamp – und gewann. Ihren Lebensabend verbrachte die Dschungelkönigin zusammen mit ihrer Freundin Schnitzler in einer Wohngemeinschaft. Beide hatten sich in der Haft kennengelernt.
Aufgrund einer geringen Rente war sie Berichten zufolge auf diese häusliche Pflege angewiesen, da ein Platz im Pflegeheim finanziell nicht tragbar wäre.
pcl


























