Ein geplanter Fallschirmsprung über dem Norden Queenslands (Australien) hat sich für einen Skydiver beinahe zu einer tödlichen Katastrophe entwickelt. Wie die australische Verkehrssicherheitsbehörde ATSB am Donnerstag mitteilte, löste sich während des Ausstiegs aus einer Cessna der Reservefallschirm eines Springers und verfing sich am Flugzeug.

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An Bord der Maschine befanden sich 17 Skydiver und der Pilot. Das Team bereitete sich auf einen Gruppen-Stunt aus rund 4600 Metern Höhe vor, als der erste Springer aus der seitlichen Rolltür kletterte. Dabei hakte sich der Griff seines Reservefallschirms an der Flügelklappe ein und aktivierte den Schirm noch am Flugzeug. Ein von der ATSB veröffentlichtes Video zeigt den Moment, in dem der Springer ruckartig nach hinten gerissen wird. Seine Beine prallen gegen den Rumpf, der geöffnete Schirm wickelt sich um das Heck der Maschine. Die Sicherheitsbehörde machte zunächst keine Angaben zu Identität oder Alter des Betroffenen.
Mit ruhiger Hand: Skydiver befreit sich selbst aus lebensgefährlicher Lage
Das Video zeigt, wie der Springer trotz der lebensgefährlichen Situation ruhig bleibt. Für wenige Sekunden hält er sich den Kopf, dann greift er zu seinem Abreißmesser. Mit mehreren Schnitten trennt er die Leinen des unerwünscht ausgelösten Reservefallschirms und schafft es, sich vom Flugzeug zu lösen. Erst danach aktiviert er seinen regulären Hauptfallschirm und erreicht unverletzt den Boden.
„Ein Abreißmesser dabeizuhaben, kann bei einer vorzeitigen Öffnung des Reservefallschirms lebensrettend sein, auch wenn es nicht zur normalen Ausstattung gehört“, sagte Mitchell.
Pilot landet beschädigte Maschine
Der Zwischenfall blieb auch für den Piloten der Cessna nicht folgenlos. Durch die enge Umwicklung des Schirms wurde das Heck der Maschine „erheblich beschädigt“, wie die ATSB weiter mitteilte. Der Pilot verlor zeitweise einen Teil der Kontrolle und setzte sofort einen Notruf ab. Trotz der Schäden gelang es ihm, das Flugzeug sicher auf einem Flugplatz zu landen. Verletzt wurde außer dem Fallschirmspringer, der glimpflich davonkam, niemand.
Die Behörden untersuchen den Vorfall weiterhin. Der genaue Ablauf sowie mögliche Versäumnisse im Vorfeld des Sprungs sollen in einem Abschlussbericht bewertet werden.
Mit afp/dpa





