„Wir wären hier oben beinahe zusammengestoßen“, erklärte der Pilot eines JetBlue-Passagierflugzeugs, nachdem er über der Karibik seinen Steigflug abbrechen musste, um eine Kollision mit einem US-Militärflugzeug zu verhindern. Das berichten sowohl US- als auch britische Medien. Das Tankflugzeug der US-Luftwaffe sei überraschend direkt in die Flugroute der Maschine geraten, schrieb JetBlue später in einer Stellungnahme. Der Vorfall wird derzeit von US-Militär und Behörden untersucht.

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Die JetBlue-Maschine war am Freitag von Curaçao nach New York City unterwegs, als sich das Luftbetankungsflugzeug „höchstens zwei bis fünf Meilen voraus“ befand, so der Pilot. Besonders brisant: Der Transponder des Militärflugzeugs, der Standortdaten übermittelt, war abgeschaltet. „Das ist ungeheuerlich“, kommentierte der Pilot die Situation in einer Audioaufzeichnung gegenüber dem Fluglotsen von Curaçao. Das berichtet die „Washington Post“. Auch der Fluglotse bestätigte, dass das Tankflugzeug nicht auf dem Radar sichtbar war.

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Sprecher der US-Luftwaffe: Ortungsgeräte werden routinemäßig abgeschaltet

Ein Sprecher der US-Luftwaffe erklärte, man lege großen Wert auf Sicherheit und prüfe den Vorfall. Militärflugzeuge würden ihre Ortungsgeräte während heikler Missionen, wie etwa Drogenbekämpfungsoperationen in der Karibik, routinemäßig abschalten.

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Der Beinahe-Zusammenstoß ereignet sich vor dem Hintergrund verstärkter US-Militäraktivitäten in der Region. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte erst kürzlich eine Warnung vor der Sicherheitslage im venezolanischen Luftraum ausgesprochen. Es wurden weitere bereits Zwischenfälle gemeldet, bei denen Privatjets unidentifiziertem Luftverkehr ausweichen mussten.