Wegen des Verdachts der Anstiftung zu schwerem sexuellem Missbrauch an philippinischen Kindern über das Internet ist ein Mann aus Baden-Württemberg festgenommen worden. Der Tatverdächtige aus der Region Ostwürttemberg soll den Missbrauch in Auftrag gegeben und gegen Zahlung per Livestream mitverfolgt und angeleitet haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe mitteilte. 

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Die vorgeworfenen Taten zählen zum Phänomenbereich des sogenannten „Live Distance Child Abuse“: Der Begriff bezeichnet die Liveübertragung des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger gegen Bezahlung, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Konsumenten geben demnach sexuellen Missbrauch in Auftrag, steuern und hören ihn per Livestream. Dabei könnten Minderjährige gezwungen werden, Masturbation durchzuführen. Auch schwere sexuelle Übergriffe oder sadistische Handlungen seien nicht ausgeschlossen. Inwieweit dies auch auf den Festgenommenen aus Baden-Württemberg zutreffe, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

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Dem Mann werden Taten zwischen 2018 und 2023 vorgeworfen. Am Dienstag durchsuchten Spezialkräfte seine Wohnräume und stellten mehrere elektronische Speichermedien sicher. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Festnahme war die Zerschlagung eines pädokriminellen Netzwerks auf den Philippinen vorausgegangen. Dabei nahmen die örtlichen Einsatzkräfte Kinder im Alter zwischen zwei und dreizehn Jahren in Obhut.

daw, afp