Spendenaufrufe gibt es wie Sand am Meer, und die meisten verfolgen einen klaren, nachvollziehbaren Zweck: Es wird gesammelt für soziale Projekte, die Unterstützung von Bedürftigen oder den Erhalt wichtiger Kulturgüter. Doch dann gibt es auch diese ganz besonderen Fälle – die außergewöhnlichen Gesuche. Wir haben uns für Thüringen auf die Suche nach den ungewöhnlichen Spendenaktionen gemacht und sind dabei auf einige erstaunliche Beispiele gestoßen.

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Platz vier: Alpaka-Farm inmitten des Thüringer Waldes

Sie sehen nicht nur süß aus, sondern sie geben auch Wolle und Milch: Alpakas sind längst nicht mehr nur Liebling der sozialen Medien, sondern begeistern auch als tierische Begleiter in der freien Natur. Dies dachte sich wohl auch Rowena aus Suhl, die eine Crowdfunding-Kampagne gestartet hat, um ihren Traum von einer kleinen Alpaka-Farm zu verwirklichen. Auf der Online-Plattform für Spendenaktionen, „gofundme“, erzählt die 42-Jährige, dass sie aufgrund eines Todesfalles in der Familie zwei Grundstücke geerbt habe. Eines davon sei eine landwirtschaftliche Freifläche von 1660 Quadratmetern. Da diese Fläche seit vielen Jahren ungenutzt sei, wolle sie sich den Traum einer eigenen kleinen Alpaka-Farm mit erstmal zwei Tieren erfüllen.

Platz drei: Störche live und in HD genießen

Ein Blick in die Natur, direkt vom Schreibtisch aus – Ronny Nickmann aus Heldrungen hat sich mit seinem Crowdfunding für Störche etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Auf meinem Grundstück hat sich 2023 ein Storchenpaar niedergelassen“, erzählt er bei „gofundme“. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) Kyffhäuserkreis habe er eine Kamera in der Nähe des Nestes installiert, um einen Einblick in das Leben der Störche zu bekommen. Aktuell werde die Kamera in niedriger Bildqualität betrieben, aber Ronny und sein Team träumen von einer Übertragung in gestochen scharfem HD, damit das Erlebnis für die Zuschauerinnen und Zuschauer noch beeindruckender wird. Sollten mehr Spenden als gebraucht dabei rum kommen, wolle er mit dem Rest den Nabu unterstützen. Immerhin: Bisher sind schon 480 Euro dafür zusammengekommen.

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Platz zwei: Ein Fahrstuhl für das Kloster St. Wigberti

Die Brüder des kleinen ökumenischen Klosters St. Wigberti in Werningshausen haben einen dringenden und berührenden Wunsch: Sie sammeln Spenden für einen dringend benötigten rollstuhlgerechten Aufzug in ihrem Klostergebäude, damit auch ältere und mobil eingeschränkte Brüder weiterhin in ihrem Zuhause bleiben können. „Zur Zeit sind Br. (Bruder, Anm. der Redaktion) Martin (75) und Pater Franz (80) bereits mobil sehr eingeschränkt“, schreibt der Organisator Klaus Gohde aus Gangloffsömmern im Landkreis Sömmerda bei „gofundme“. Jedoch sei bei den Bau des Klostergebäudes vor mehr als 30 Jahren aus finanziellen Gründen kein Fahrstuhl eingebaut worden. Nun müsse das jedoch dringend nachgeholt werden, damit die Brüder weiter im Kloster wohnen bleiben können. Ein bisschen mehr als 6000 Euro sind dafür schon zusammengekommen.

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Platz eins: Chris will Millionär werden

Manche Spendenaktionen zielen auf große Projekte – andere sind groß in ihrer Einfachheit. Doch was, wenn das einzige Ziel ist, den Initiator etwas reicher zu machen? Chris aus Thüringen meint es ernst: er will Millionär werden. Seine Idee hört sich einfach an: „Wenn wir uns alle einen Euro schenken sind wir bald reich“, so der Mann, der sich als Chris Huenermund aus dem Unstruttal ausgibt. Zudem verspricht er, bei jeden Euro einen Schnaps mit seinem Nachbarn zu trinken. Bisher hat das Spendengesuch noch niemanden überzeugt. Für Chris ist der Weg zur Million also noch lang.

elv