Auch gut einen halben Monat nach der Feuer-Tragödie von Crans-Montana ist das Ausmaß der Katastrophe kaum vorstellbar. 40 junge Menschen verloren bei dem folgenschweren Brand in der Bar „Le Constellation“ in der Silvesternacht ihr Leben, über 100 Personen wurden verletzt. Für sie muss das Leben nun trotz ihrer teilweise schweren Brandverletzungen weitergehen. Dabei erhalten die Brandopfer nun Unterstützung aus Island.
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Denn dort hat die Firma Kerecis ihren Hauptsitz. Das isländische Unternehmen produziert Pflaster aus Fischhaut. Laut Unternehmensangaben wird dazu die Haut von Kabeljaus genutzt, die vor der Küste Grönlands nachhaltig gefangen werden. In einem speziellen Verfahren wird das Naturprodukt dann aufbereitet, sodass daraus ein keimfreies Pflaster wird, das wie ein weißer Netzverband aussieht. Das Produkt kann auf Brandwunden angebracht werden und sorgt so dafür, dass das Nachwachsen natürlicher Haut und auch die Wundheilung unterstützt werden.
Fischhaut-Pflaster für Brandopfer: Kerecis-Gründer bewegt vom Einsatz seines Teams
Der Kerecis-Gründer und -Vorstandschef Fertram Sigurjonsson sprach nun gegenüber dem isländischen Portal „mbl“ über das Unglück in der Schweiz: „Das Ganze ist eine unglaubliche Tragödie und es bricht uns das Herz, von allen diesen jungen Menschen zu erfahren, die schwere Brandverletzungen erlitten haben und nun um ihr Leben kämpfen.“ Gleichzeitig sei es auch ein eigenartiges und doch sehr wichtiges Gefühl zu sehen, wie die eigene Erfindung und das Wirken der Mitarbeiter zum Wohlbefinden der Patienten und einer besseren Heilungschance beitragen könne, so Sigurjonsson weiter.
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Der Firmenchef lobte auch den Einsatz der isländischen Küstenwache. Denn diese flog in der vergangenen Woche – trotz schwieriger Wetterbedingungen – 14 Isolierbehälter mit frischer Fischhaut aus Reykjavik zur Produktionsstätte nach Großbritannien, denn die Vorräte der Firma seien bereits zuneige gegangen. Von dort aus werden die fertigen Pflaster dann an die Kliniken gebracht, wo die Opfer der Schweizer Katastrophe behandelt werden. Das Engagement der Hubschrauberpiloten sei „einfach unglaublich. Alle möchten helfen“, kommentierte Sigurjonsson die Aktion.





