Es ist vollbracht: Musiker Gil Ofarim hat im Finale des RTL-Dschungelcamps den Sieg geholt. Der 43-Jährige, über dessen Rolle in der Show heftig diskutiert wird, erhielt am Sonntagabend bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ die meisten Stimmen der Zuschauer, wie die Moderatoren Sonja Zietlow und Jan Köppen verkündeten. Damit holt sich Ofarim die begehrte Dschungelkrone und tritt die Nachfolge von Lilly Becker an.

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Mit im Finale dabei waren Reality-Star Samira Yavuz („Der Bachelor“) und Doku-Soap-Protagonist Hubert Fella („Ab ins Beet!“). Letzterer belegte den dritten Platz und meinte anschließend: „Ich war jetzt stolz, dass ich so weit gekommen bin. Aber wenn die Krone so nah ist, dann will man natürlich auch gewinnen.“ Stolz dürfte auch Huberts Ehemann Matthias Mangiapane sein, der es 2018 „nur“ auf den fünften Platz schaffte.
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Am Samstagabend zeigte sich Hubert noch völlig überwältigt davon, das Finale erreicht zu haben. „Ich kriege gleich einen Herzinfarkt!“, bekannte er im australischen Busch. Auch Samira wirkte von ihrer Finalteilnahme überrascht von der Unterstützung aus dem fernen Deutschland. „Ich war nie so krass beliebt“, wunderte sie sich. „Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben zweimal Klassensprecher oder so.“
Vorbei war am Samstag dagegen die Dschungel-Show für TV-Landwirt Patrick Romer („Bauer sucht Frau“) und Ex-Spielerfrau Simone Ballack. Das Aus für Simone kam durchaus überraschend – die 49-Jährige hatte sich im Camp mit ihrer zupackenden Art zu einer Mitfavoritin gemausert. Kurz vor der Entscheidung hatten die Camper bei einem Spiel noch mit Stöckchen abgestimmt, wer die Dschungelkrone wohl am meisten verdient hätte. Eine überwältigende Mehrheit hievte dabei Simone auf den imaginären Thron.
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Dschungelcamp: Unter den Teilnehmern herrscht Einigkeit
Ganz anders fiel das Resultat aus, als entschieden werden sollte, wer den Sieg gar nicht verdient hätte. Gil ahnte auch ohne Hochrechnung sofort, wie die Stimmungslage bei dieser Frage aussah. „Wollt ihr einfach mir gleich die Stöckchen geben?“, fragte er seine Mitstreiter. „Dann haben wir es alle hinter uns.“
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Gil gilt unter den Campern als umstrittene Figur. Einerseits wird oft betont, wie korrekt er sich in der Dschungel-Gemeinschaft verhalte – andererseits wird sein Umgang mit seiner Vorgeschichte kritisiert. 2021 hatte der Musiker Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Hotelmitarbeiters in Leipzig darstellte. Später stellten sich diese Vorwürfe als falsch heraus und Ofarim nahm seine Darstellung zurück.
Auch in der Dschungel-Folge am Samstag nahm das Thema wieder viel Raum ein. Simone und Patrick nahmen Gil ins Gebet und fragten, warum er sich im Dschungelcamp nicht für den damaligen Vorfall entschuldigt habe. Der Musiker entgegnete, dass er sich „mehrfach“ entschuldigt habe – auch vor Gericht. Tatsächlich hatte der Sänger damals zu dem Hotelmitarbeiter gesagt: „Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Es tut mir leid.“

Ein umstrittener Kandidat: Die tägliche Gil-Diskussion
Zum anderen habe er sich auch im Dschungelcamp entschuldigt, erklärte Ofarim – nur nicht im Beisein seiner Mitcamper. Er habe Einzelinterviews dazu gegeben. RTL blendete einen entsprechenden Schnipsel ein. Dort entschuldigte sich Ofarim allerdings nicht bei einem konkreten Menschen, sondern sagte, dass der Vorfall „nie etwas mit der Stadt Leipzig zu tun“ gehabt habe. „Das sollte nie so rüberkommen. Wenn dem so ist, dann möchte ich mich entschuldigen bei den Bürgern von Leipzig.“
Für seine Mitcamper blieb das gesamte Verhalten fragwürdig. Auch, weil sich Gil etwa bei dem Stöckchen-Spiel trotz des vernichtenden Urteils der Mitcamper so gar nicht aus der Fassung bringen ließ. „Aalglatt“, kritisierte Patrick. „Er sucht immer die richtigen Worte, die gut klingen“, so der TV-Bauer. Der Musiker sei „ein bisschen wie so ein Politiker“. Gil habe „geredet, aber irgendwie trotzdem nichts konkret gesagt“.
Viele Camper rätseln, wie der Musiker in der Show überhaupt so weit kommen konnte. Auch Gil selbst zeigte sich überrascht von seinem anhaltenden Erfolg bei den Zuschauer-Abstimmungen. Er sei davon ausgegangen, „am ersten Tag nach Hause zu fahren“, bekannte er. „Aber dem ist ja nicht so und ich weiß nicht, warum.“
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Die Konkurrenz im Finale war aber keinesfalls zu unterschätzen. Hubert etwa zeigte in der traditionsreichen Dschungel-Prüfung „Creek der Sterne“ zwischen Wassermassen eine starke Leistung. Zudem gilt der Mann aus Unterfranken als besonders authentisch – das ist die härteste Währung im Reality-Kosmos.
Überdies glaubt der ehemalige Reisebüroleiter, dass höhere Mächte ihn begleiten. Als er in der Nacht zusammen mit Simone in das Lagerfeuer blickte, meinte er die Umrisse eines traurigen Hundes zu erkennen.
„Ich glaub‘, das ist ein Zeichen von meiner Joys. Die hat heute den ersten Sterbetag“, berichtet er. Joys sei einst sein kleiner Malteser-Hund gewesen, keine zwei Kilogramm schwer. „Die ist, glaube ich, da und passt auf mich auf und unterstützt mich“, sagte Hubert unter Tränen.
dpa/jcst







