Lisa Müller, Ehefrau des früheren Stars des FC Bayern München, Thomas Müller, ist seit knapp zwei Monaten politisch aktiv. Anfangs bemühte sie sich, das Image der „Spielerfrau“ hinter sich zu lassen, inzwischen geht sie gelassen damit um – „inzwischen ist es mir egal.“

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Ihre politische Laufbahn begann im vergangenen Herbst mit einem Schnupperpraktikum im Bayerischen Landtag. Im Anschluss trat sie der Christlich-Soziale Union in Bayern bei. „Die CSU ist meine politische Heimat“, sagte sie dem Radiosender Antenne Bayern. Ihr Fazit nach dem Praktikum fiel positiv aus: „Mir hat das Praktikum dort sehr gut gefallen und ich konnte viele spannende Eindrücke und Erfahrungen gewinnen. Das alles hat mich in meiner Entscheidung bestärkt“.

Die im Landkreis Miesbach aufgewachsene Müller wurde nach eigenen Angaben sogar in ihrem Stimmkreis gefragt, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne. „Ich bin zu viel Schisser gewesen“, sagte sie. „Ich habe mich nicht getraut, weil ich dachte, ich kenne mich zu wenig aus.“

Fazit nach ihrem Praktikum

Bereits nach Abschluss ihres Praktikums hatte sie sich dazu zurückhaltend geäußert: „Dass ich mich jetzt sofort morgen aufstellen lasse, das denke ich, ist ziemlich früh, und da fehlt mir dann einfach das Wissen dazu“, erklärte sie damals. Sie habe jedoch „fest vor“, sich kontinuierlich weiterzubilden und „auch Erfahrungen zu sammeln“.

Mit Blick auf ihre bisherigen Erfahrungen sagt sie, manches sei im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit sogar „manchmal ganz amüsant. Ich werde immer für die Dümmste im Raum gehalten. Es ist manchmal auch schön, für das Dummerl gehalten zu werden, dann kann man Menschen mehr beeindrucken, wenn sie mit einem reden.“

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Thomas Müller schaut aus Vancouver auf die politische Karriere

Ehemann und ehemaliger Nationalspieler Thomas Müller verfolgt Lisas politische Karriere derzeit aus Kanada. Seit vergangenem Sommer steht er bei den Vancouver Whitecaps FC in der nordamerikanischen Profiliga unter Vertrag. Seither führen die beiden eine Fernbeziehung: „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, dass wir auf zwei Kontinenten weiter arbeiten“, erklärte Lisa Müller der dpa.

Ihr gemeinsames Gestüt in Bayern wollte sie jedoch nicht aufgeben und blieb deshalb in Deutschland.

ascha/dpa