Im nördlichen Vorland des Thüringer Waldes steigt aus der Ebene zwischen den Drei Gleichen und Gotha weithin sichtbar ein tafelbergähnlicher Höhenzug empor. Es sind die 410 Meter hohen Seeberge, davor der Ort Seebergen, siehe Ansicht um 1900. Links sehen wir am Ostabhang auf einem Ausläufer den „Düppel“, eine traditionsreiche und einst beliebte Ausflugsgaststätte. Sie hat ihren Ursprung in einer 1862 oberhalb von Seebergen erbauten und überdachten Tanzdiele mit Ausschank, genannt „Ludwigshöhe“. 1884 kamen Soldaten, die im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 in den Düppeler Schanzen bei Flensburg kämpften, nach Seebergen. In Erinnerung an die Schlacht riefen sie fortan bei ihren „Gelagen“ auf der Ludwigshöhe: „Lasst uns die Düppeler Schanzen stürmen!“. 

Beliebtes Ausflugsziel

Die Soldaten verschwanden wieder, der Name blieb. 1890 wurden Gaststätte, Küche und sogar ein Türmchen errichtet. Zu DDR-Zeiten ging die Gaststätte in den Konsum über und gern erinnere ich mich an damalige „Himmelfahrts-Ausflüge“ im Kollegenkreis, obwohl es noch kein offizieller Feiertag war.