Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen warnt vor der Ausbreitung einer aggressiven Ameisenart in Jena. In einer Kleinen Anfrage an Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) macht die Fraktion auf die aus dem Mittelmeerraum stammende Art „Tapinoma magnum“ aufmerksam, die sich zunehmend im Stadtgebiet ausbreitet und bereits für Probleme sorgt.

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Die Ameise ist für ihre Fähigkeit bekannt, riesige „Superkolonien“ mit mehreren Königinnen zu bilden, was zu einer explosionsartigen Vermehrung führt. Anders als heimische Arten kann sie erhebliche Schäden anrichten: von der Unterhöhlung von Straßen und Gebäuden über die Beschädigung von Elektrokabeln bis hin zur Verdrängung der lokalen Flora und Fauna.

Ameisenbefall am Philosophenweg belastet Anwohner

Besonders betroffen sind laut der Anfrage bereits Anwohner in den Bereichen Philosophenweg, Kritzegraben und Am Planetarium. Dort wurden schon im Februar dieses Jahres erste massive Aktivitäten der Ameisen in Gebäuden beobachtet. Für Menschen, die in der Nähe einer solchen Superkolonie leben, kann der Befall zu einer erheblichen Belastung der Lebensqualität führen.

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Grüne fordern städtische Strategie gegen Ameisenplage

Die Grünen verweisen auf eine SWR-Dokumentation aus dem Jahr 2025, die die drastischen Auswirkungen der „Tapinoma magnum“ und die Wichtigkeit kommunaler Strategien bei der Bekämpfung aufzeigt.

Weitere Nachrichten aus Jena

Vor diesem Hintergrund fordert die Fraktion von der Stadtverwaltung Antworten auf drei zentrale Fragen: Welche Erkenntnisse hat die Stadt bereits über die Ausbreitung und die identifizierten Hotspots der Ameisenplage in Jena? Gibt es bereits strategische Überlegungen und Ansätze, um der Plage zu begegnen? Wie plant die Stadt, die Bevölkerung zu informieren und wichtige Akteure wie Schädlingsbekämpfer oder Gartencenter in die Lösungsfindung einzubinden?