Papst Leo XIV. hat zum ersten Mal in seiner Funktion als Papst den Ostersegen „Urbi et orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) gesprochen. Es folgen Ostergrüße in verschiedenen Sprachen. Auf „Tedesco“ (Deutsch) sagte er: „Frohe Ostern: Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist.“

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Zuvor hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche zu Hoffnung und Frieden aufgerufen. „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden!“ Für den nächsten Samstag rief Leo zu einem gemeinsamen Friedensgebet auf. Der Papst ergänzte in seiner Osteransprache, dass Frieden nicht mit Gewalt erzwungen werde, sondern durch Dialog, „nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen“. Die Welt sei gerade dabei, sich an Gewalt zu gewöhnen. „Wir finden uns damit ab und werden gleichgültig“, so der aus den USA stammende Papst.

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Papst Leo erinnert an Vorgänger Franziskus

Gleichgültig werde die Menschheit auch gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die die Konflikte verursachten. „Es gibt eine immer ausgeprägtere ‚Globalisierung der Gleichgültigkeit‘, um einen Ausdruck zu verwenden, den Papst Franziskus gern verwendet hat“, zitierte Leo seinen Vorgänger, der am Ostermontag vor einem Jahr im Alter von 88 Jahren gestorben war.

Ostersonntag - Vatikan
Zehntausende haben sich auf dem Petersplatz eingefunden.© Alessandra Tarantino/AP/dpa | Alessandra Tarantino

Bereits in der Osternacht am Vorabend hatte Leo XIV. die Christen dazu aufgerufen, allen die frohe Botschaft zu bringen, dass Jesus auferstanden ist. Mit seiner Kraft könnten sie eine neue Welt des Friedens und der Einheit gestalten. Leo XIV. feierte seine erste Ostermesse als Papst am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein. Der Petersplatz war mit über 70.000 bunten Blumen aus den Niederlanden geschmückt. Diese Tradition jährt sich 2026 zum 40. Mal. Schätzungen zufolge waren bis zu 40.000 Menschen auf dem Petersplatz,

daw, kna/epd/dpa