Bürokratie frisst Bildungszeit – und dahin steuert das Kita-Gesetz, wenn Elternbeiträge stundenweise abgerechnet werden. Was nach Flexibilität klingt, wird zur Verwaltungsspirale: Leitungen zählen Minuten und korrigieren Nachbuchungen – statt Teams zu führen und Qualität zu sichern. Pädagogik wird zur Nebensache eines Abrechnungsregimes.

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Fatal ist: Bei gleichen Öffnungszeiten sinkt mit dem Stundenmodell oft der gebuchte Umfang. Für Träger heißt das: weniger planbare Einnahmen, Zickzack in Dienstplänen. Wer stabile Personaldecken will, braucht verlässliche Daten – nicht Mikrotaktung, die Schichten zersplittert und Randzeiten unterbesetzt lässt. So wächst nicht die Freiheit der Eltern, sondern die Unzuverlässigkeit des Angebots.
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Klare Pauschalen und digitale Modelle erleichtern Kitabetreuung
Flexibilität ist legitim. Aber sie entsteht durch kluge Pauschalen und digitale Vereinfachung: Halb‑, Dreiviertel‑, Ganztag als klare Modelle, sozial gestaffelt, mit monatlicher Pauschale – plus einfache, appgestützte Wechselpunkte im Quartal. Das ist transparent und planbar. Wer individuellere Zeiten braucht, kann über Kontingente und ergänzende Randstunden versorgt werden, ohne das System zu verkomplizieren.
Hinzu kommt: Die Einmalhilfe für kleine Kitas verpufft. Wenn Einnahmen volatil werden, steigt der Druck, Stellen unbesetzt zu lassen – ein Bumerang für Qualität und Verlässlichkeit. Thüringen braucht das Gegenteil: entlastete Leitungen, stabile Finanzierung, einfache Steuerung.
Der Landtag sollte das Stundenmodell stoppen, bevor Kitas im Formularwesen ersticken. Weniger Kleinteiligkeit, mehr Planbarkeit – damit Fachkräfte Zeit für das haben, worum es geht: Kinder.







