Beim sogenannten Blitzermarathon ahndete die Polizei in Thüringen tausende Verstöße. Der Aktionstag fand am 15. April über 24 Stunden statt. Ziel war es laut Polizei, durch gezielte Geschwindigkeitskontrollen auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und die Zahl geschwindigkeitsbedingter Verkehrsunfälle zu reduzieren.

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An über 80 Kontrollstellen im gesamten Freistaat, insbesondere vor Schulen, Kindergärten und anderen sensiblen Bereichen, sei die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überprüft worden. Die Messstellen wurden im Vorfeld von der Polizei bekannt gegeben.
Durchwachsene Bilanz des Blitzermarathons
Die Bilanz des Aktionstages falle laut Polizei insgesamt durchwachsen aus. Auch in diesem Jahr habe sich die Mehrzahl der festgestellten Verstöße im Verwarnungsbereich oder im Bereich geringfügiger Bußgelder bewegt.
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Insgesamt seien thüringenweit 3645 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden. Bei insgesamt 55.131 kontrollierten Fahrzeugen ergebe sich daraus eine Verstoßquote von 6,61 Prozent, hieß es von der Polizei. Der größte Anteil entfiel mit 3323 Verstößen auf die automatisierten, Anlagen (Tunnelkette aber auch sog. Mobile Blitzgeräte etc.). Auf der Bundesstraße 249 im Unstrut-Hainich-Kreis sei ein Mercedes-Fahrer mit 149 km/h bei erlaubten 60 km/h gemessen worden.
Im Einzelnen stellen sich die Ergebnisse in den Zuständigkeitsbereichen der Thüringer Polizei wie folgt dar:
- Autobahnpolizei: 5 Kontrollstellen, 2088 Verstöße
- LPI Erfurt: 5 Kontrollstellen, 363 Verstöße
- LPI Gera: 6 Kontrollstellen, 57 Verstöße
- LPI Gotha: 10 Kontrollstellen, 92 Verstöße
- LPI Jena: 7 Kontrollstellen, 68 Verstöße
- LPI Nordhausen: 16 Kontrollstellen, 93 Verstöße
- LPI Saalfeld: 9 Kontrollstellen, 94 Verstöße
- LPI Suhl: 20 Kontrollstellen, 110 Verstöße
- Stationäre Messanlagen (z. B. Autobahntunnel, Messsäulen): 680 Verstöße
Nach Kontrollstelle Gas gegeben und Unfall gebaut
Bereits am Montag habe sich im Bereich einer Kontrollstelle in Bad Liebenstein vor den Augen der eingesetzten Beamten ein Unfall ereignet. Demnach habe ein Autofahrer die Kontrollstelle zunächst mit angepasster Geschwindigkeit passiert. Unmittelbar danach habe er jedoch stark beschleunigt, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einem Baum und überschlug sich. Nach ersten Erkenntnissen blieb der Fahrer unverletzt.
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Der Unfall verdeutliche, dass nicht nur dauerhaft überhöhte Geschwindigkeit, sondern auch plötzliches starkes Beschleunigen und ein nicht angepasstes Fahrverhalten zu schweren Verkehrsunfällen führen könne. Die Thüringer Polizei appelliere daher an alle Verkehrsteilnehmenden, die eigenen fahrerischen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und die Geschwindigkeit stets den Verkehrs-, Straßen-, Witterungs- und Sichtverhältnissen anzupassen. Die Aktion habe erneut große Akzeptanz in der Bevölkerung gefunden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.





