Fast wäre es in Bogotá (Kolumbien) am Sonntag, 19. April, zu einer Katastrophe mit zwei Boeings gekommen, wie die lokale Zeitung „El Universal“ berichtet. Demnach hatten sowohl eine Boeing 787 von Lufthansa als auch eine Boeing 777 von Qatar Airways den gleichen Landeanflug auf den Flughafen „El Dorado“. Beiden Jets wurde die gleiche Piste zugewiesen – ein fataler Fehler.

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    Der Flug LH542 erreichte demnach aus Frankfurt kommend nach rund elf Stunden den kolumbianischen Luftraum, zeigen Daten von „Flightradar24“. Wie vom Fluglotsen übermittelt, überflog die Boeing 787 Bogotá, bevor sie nach links abdrehte und die Landebahn des Flughafens anflog. Was in dem Dreamliner weder Passagiere noch Piloten wussten: Zeitgleich war eine Boeing 777, die als Frachter aus São Paulo-Guarulhos kam, ebenso im Landeanflug – und zwar auf derselben Landebahn.

    Beim Landeanflug auf Bogotá: Lufthansa-Pilot startet im letzten Moment durch

    Im letzten Moment reagierte der Lufthansa-Pilot und startete die Maschine durch. Der Pilot verhinderte damit womöglich eine Kollision beider Flugzeuge und damit eine Katastrophe. Statt zu landen, flog die Boeing 787 anschließend eine zusätzliche Schleife über Bogotá. Der Pilot soll daraufhin den Fluglotsen informiert haben, dass ein anderes Flugzeug den Anflug verhindert habe, berichtet „El Universal“. In den sozialen Medien kursierten anschließend Videos, welche die Lichter beider Flugzeuge nah beieinander am kolumbianischen Himmel zeigten.

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    Zudem berichtet „El Universal“, dass unter den Passagieren im Lufthansa-Flieger eine angespannte Atmosphäre herrschte. „Es gab eine abrupte Bewegung; der Pilot sagte, es gäbe Verkehr und es könne gefährlich werden“, schrieb ein Passagier beim Kurznachrichtendienst X.

    Laut Bericht der Lokalzeitung soll die Beinahe-Kollision der beiden Boeings nur einer von mehreren gefährlichen Zwischenfällen in der jüngeren Vergangenheit gewesen sein. So sollen zuletzt unter anderem Hubschrauber bei laufendem Betrieb den Flughafen in der Luft gekreuzt haben. Die zivile Luftfahrtbehörde hat sich bislang nicht zu dem Zwischenfall mit den beiden Boeings geäußert.