In Namibia sind bei einem Flugzeugabsturz vier Menschen ums Leben gekommen. Das hat die Fluggesellschaft „Desert Air Namibia“ bekannt gegeben. Drei der Opfer sind deutsche Touristen, auch der Pilot der Maschine starb. Laut Angaben des Auswärtigen Amtes soll es sich auch bei dem Piloten um einen deutschen Staatsbürger handeln, der für die Airline arbeitete.

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Bei den übrigen Insassen handelte es sich nach Angaben der Dieter-Schwarz-Stiftung um ihre langjährige Geschäftsführerin Silke Lohmiller, deren Mann, den früheren Kaufland-Manager Richard Lohmiller, und ihren gemeinsamen Sohn.

Flugzeugabsturz in Namibia: Vier Deutsche verunglückt

Nach Informationen der namibischen Boulevardzeitung „Informanté“ ereignete sich der Absturz am Sonntag gegen 11 Uhr Ortszeit. Die Zeitung zitiert Philippine Lundama, den amtierenden Direktor der Flugunfalluntersuchungsbehörde (DAAI). „Es gibt keine Überlebenden. Die Maschine fing Feuer und brannte vollständig aus. An Bord befanden sich ein Pilot und drei Passagiere“, so Lundama.

„Der Unfall ereignete sich am 10. Mai 2026 gegen 11 Uhr. Da der Flug in geringer Höhe stattfand, bestand kein Kontakt zur Flugsicherung. Der Betreiber Desert Air verfügt jedoch über ein Ortungssystem, das den Flug bis etwa fünf Minuten vor der Landung verfolgte. Dann verlor das System das Flugzeug. Man vermutet, dass es zu diesem Zeitpunkt zum Absturz kam“, sagte Lundama der Zeitung.

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Nambia: Ex-Manager der Schwarz-Gruppe mit Flugzeug abgestürzt

Zu den Opfern gehören die langjährige Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, Silke Lohmiller, sowie ihr Ehemann Richard und der gemeinsame Sohn. Sie stammten aus der Region Heilbronn. Lohmiller war nach Angaben der Stiftung mehr als vier Jahrzehnte für die Schwarz-Unternehmensgruppe tätig, zu der Lidl und Kaufland zählen. Richard Lohmiller war ein früherer Kaufland-Manager. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung war Silke Lohmiller 61 Jahre alt, ihr Sohn Henry war demnach 19 Jahre alt.

„Wir verlieren mit Silke Lohmiller eine herausragende Persönlichkeit und eine engagierte Gestalterin“, erklärte der Vorsitzende Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung, Reinhold Geilsdörfer, auf deren Website. Mit ihrer Stiftungsarbeit im Bereich Bildung habe Lohmiller „die Bildungslandschaft in unserer Region und auch bundesweit nachhaltig geprägt“.

Flugzeugabsturz in Namibia: Cessna-Trümmer am Montag gefunden

Die Trümmer der verunglückten Cessna 210 wurden laut einer Erklärung von Willem De Wet, dem Geschäftsführer von Desert Air Namibia, am Montagmorgen gegen 9.15 Uhr gefunden.

„Wir sprechen den Familien, Freunden und Angehörigen derer, die bei diesem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind, unser tiefstes und aufrichtigstes Beileid aus. Alle Mitarbeiter von Desert Air sind von diesem Verlust zutiefst betroffen, und unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei allen Betroffenen“, sagte De Wet.

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Die Touristen waren nach Angaben der Stiftung am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger hätte demnach etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen, erreichte aber nie sein Ziel. Namibische Behörden hätten eine offizielle Untersuchung zur Unfallursache eingeleitet, hieß es weiter.

Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.

mit dpa