Zum Beitrag „Krach um Aussagen des Regierungschefs“ vom 8. Mai:
Nach meiner Meinung stehen den jungen Leuten bei uns im Moment noch Türen und Tore für eine gute Entwicklung offen. Disziplin und Fleiß sowie ein fester Wille sind die Voraussetzung dazu. Im Handwerk und auch noch in der Industrie wird qualifizierter Nachwuchs gesucht. Wer also gewillt ist, hat zurzeit noch sehr gute Möglichkeiten für den Berufseinstieg bzw. nach dem Studium eine gute Anstellung zu finden. Die weltpolitische Lage wirkt natürlich in alle Bereiche der Wirtschaft hinein. Diese aber als Frustrationsgrund in den Vordergrund zu schieben, bringt uns nicht weiter. Die Weltlage ist so kompliziert wie noch nie. Unser Land hat sich durch falsche Prioritäten in der Wirtschaft- und Außenpolitik in eine Sackgasse manövriert, dieses können wir Bürger nicht abrupt ändern. Daher ist es für unsere jungen Menschen so wichtig, an ihrer Zukunft zu arbeiten. Im Moment geht es noch. Vielleicht bekommen unsere Politiker doch noch eine Erleuchtung, sodass sich die Aussichten grundlegend verbessern. Auch im Alter sollte man weltoffen und lernfähig bleiben, sowie den Mut für tiefgreifende Korrekturen haben.
Peter Stiebling, Fischbach
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Es war 2010, als sich der damalige Vizekanzler Westerwelle ähnlicher Kritik von links ausgesetzt sah, wie derzeit Thüringens Ministerpräsident Voigt. Die kategorische Weigerung, arbeitsfähige Arbeitslose zur Räumung schneebedeckter Fußgängerwege einzusetzen, beschrieb er mit „spätrömischer Dekadenz“. Heute würde er dafür weit mehr Zustimmung erfahren.
Wenn nun Mario Voigt Unverständnis darüber äußert, dass es laut Meinungsforschung gerade die Jüngsten sind, die unzufrieden sind, so erfährt auch er breite Zustimmung, wenngleich von einer schweigenden Mehrheit.
Diejenigen, die jetzt aber laut aufschreien, zumal die Hinterbänkler der Regierungsfraktionen, mögen eine weitere Erkenntnis der Meinungsforscher nicht vergessen, die auch in dieser Zeitung zu lesen war: „Der Wunsch nach guten Nachrichten und der Wunsch danach, positive Erfolgsgeschichten zu erzählen, ist hoch.“
Bernhard Oedekoven, Weimar
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Für die Kritik an den Feststellungen des Regierungschefs und die dafür herangezogenen Argumente habe ich kein Verständnis. Als Kind habe ich die Kriegs- und Nachkriegsjahre erlebt und kann auf ein langes Leben zurückblicken. Nach meiner Überzeugung ist es der Jugend – zumindest in Deutschland – noch nie so gut gegangen wie heute und es wird ihr wohl nie mehr so gut gehen. Man wird nicht und zu nichts gefordert. Man muss nichts für sich oder die Gemeinschaft leisten und kann dennoch ohne Not leben. Wer mehr will, muss sich anstrengen und dabei hilft ihm die Gemeinschaft. Das Argument der Abgeordneten Frau Maurer „statt Selbstbestimmung ... sehen sich die Jüngeren nun mit dem neuen Dienst an der Waffe konfrontiert“, ist nicht nur lächerlich, sondern unverantwortlich.
Manfred Kunert, Erfurt
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Zum Beitrag „Ministerien ausgebremst“ vom 7. Mai:
Und täglich grüßt die Unverfrorenheit der Politik. Zuerst die Entlastungsprämie zu Lasten der Arbeitgeber, nun zum Glück gestoppt. Nun will Thüringens Regierung 700 neue Stellen! Wo bleiben Entbürokratisierung und Einsparung? Denn mit Sicherheit sind diese Stellen nicht ausschließlich für dringendes Personal bei Polizei, Justiz und Bildung. Da füllen sich nebenbei wieder viele Amtsstuben mit Beschaffungsmaßnahmen. Also wie gewohnt hohe Kosten für wenig. Waren die Regierungsversprechen nicht ganz andere?
Carsten Schreiber, Tonna
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Zum Beitrag „IHK Erfurt: Ohne Ausbildung kein Mindestlohn“ vom 7. Mai:
Ich kann diesem Vorschlag aus zwei Gründen nicht zustimmen. Zum einen wird gleich wieder pauschalisiert, wer keinen Abschluss hat, sei „zu faul zum Lernen“. Dabei gibt es viele Gründe, weshalb Menschen keinen Berufsabschluss haben können.
Zum anderen ist das für mich die schleichende Aufweichung des Prinzip Mindestlohns. Erst trifft es „nur“ Mitarbeitende ohne Ausbildung, später kommen beispielsweise Teilzeitkräfte dazu, weil vielleicht den Mindestlohn nicht verdient hat, wer nicht voll arbeitet. Übrigens heißt das zu Recht „Mindest-Lohn“. Kein Arbeitgeber wird gehindert, seine gut ausgebildeten Fachkräfte höher zu entlohnen.
Sylvia Degenhardt, Unstruttal
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