Der Weltraum ist groß – aber manchmal auch erschreckend klein. Am 18. Mai soll der Asteroid 2026 JH2 nach Angaben des Virtual Telescope Project gegen 23:23 Uhr in einem Abstand von rund 91.000 Kilometern an unserem Planeten vorbeirasen. Das ist weniger als ein Viertel der Distanz zwischen Erde und Mond. Geostationäre Satelliten kreisen in etwa 36.000 Kilometern Höhe, der Asteroid zieht also vergleichsweise nah an der Erde vorbei.

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Asteroid nahe der Erde: Wie hoch ist das Einschlagrisiko?

Der Asteroid wurde erst am 10. Mai 2026 vom Observatorium Mount Lemmon Survey in Arizona entdeckt – gerade einmal acht Tage vor dem Vorbeiflug. Astronomen schätzen den Durchmesser des Himmelskörpers auf 16 bis 35 Meter. Objekte dieser Größenklasse werden häufig erst kurz vor ihrem Vorbeiflug entdeckt, da automatische Überwachungssysteme vor allem auf größere Asteroiden ausgerichtet sind.

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Ein Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht. Auch wenn ein Asteroid, der nah an der Erde vorbeifliegt, auf den ersten Blick beunruhigend klingt, schließen Astronomen ein Einschlagrisiko aus, wie das „BBC Sky at Night Magazine“ erklärt. Und selbst im unwahrscheinlichen Fall eines Einschlags wären die Folgen begrenzt. Die NASA geht davon aus, dass Objekte unter 25 Metern beim Eintritt in die Erdatmosphäre größtenteils verglühen und kaum Schäden anrichten würden.

Asteroid 2026 JH2: Mit Teleskop und im Livestream zu sehen

Mit bloßem Auge wird der Asteroid nicht zu sehen sein. Bei seiner größten Annäherung soll er eine Helligkeit von etwa +11,5 erreichen, was für das bloße Auge zu schwach ist. Wer ein kleines Teleskop besitzt, hat jedoch gute Chancen, ihn selbst zu beobachten. Eine Sternen-App kann bei der genauen Ortung helfen – die Datenbank muss aber möglicherweise erst aktualisiert werden. Das Virtual Telescope Project will den Vorbeiflug außerdem im Livestream übertragen.

Wer sich schon jetzt auf den nächsten spektakulären Vorbeiflug freut: 2029 wird der Asteroid „Apophis“ die Erde in einem Abstand von nur rund 31.000 Kilometern passieren – und sich damit kurzzeitig sogar innerhalb der Umlaufbahn geostationärer Satelliten befinden.

pau