In Erfurt leben derzeit etwa 65.000 Einwohner über 60 Jahre, das sind mehr als 30 Prozent der Erfurter Bewohner. Bis zum Jahr 2040 werden vier von zehn Personen 65 Jahre und älter sein. Ein Seniorenbeirat soll sich um die Belange der älteren Erfurter kümmern.

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Wer aber bildet den Seniorenbeirat? Das erste Gremium wurde 1994 gewählt, die Amtszeit entspricht der des Stadtrates, fünf Jahre. Die nächste Wahl steht 2029 an, dann werden wieder 25 Mitglieder in direkter Wahl gewählt. Sie arbeiten ehrenamtlich in Arbeitsgruppen, etwa für Kultur und Bildung und Freizeit, Soziales, Stadtentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Seniorenmedienbildung. Die Arbeitsgruppen treffen sich monatlich und beraten Fragen, die die Senioren betreffen, erarbeiten Stellungnahmen und Empfehlungen. Sie sind Ansprechpartner für die Senioren und unterstützen den Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Trägern der Seniorenarbeit.

Die Mitglieder des Beirates mit Stimmrecht sind neben dem Oberbürgermeister oder dessen Stellvertreter sowie dem Seniorenbeauftragten oder dessen Stellvertreter Vertreter folgender Vereine, Verbände und Organisationen: Arbeiter-Samariter-Bund, Arbeiterwohlfahrt, Ausländerbeirat, Beirat für Menschen mit Behinderung, Caritasverband, DGB, Diakonie, DRK, Evangelische Stadtmission, Evangelischer Kirchenkreis, Frauenzentrum, Johanniter-Unfallhilfe, Landsenioren, Schutzbund der Senioren und Vorruheständler, Sozialverband VdK, Stadtsportbund, Stadtverband der Kleingärtner, Thüringer Seniorenverband BRH, Volkssolidarität, Amt für Soziales, die Seniorenclubs und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen. Die Mitglieder sollten das 55. Lebensjahr vollendet haben.
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Dem Seniorenbeirat gehören ebenfalls an: der Leiter des Amtes für Soziales und der Leiter des Kompetenz- und Beratungszentrums, diese mit beratender Stimme. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats ist Roland Richter, auch Rentner, und der Sitz des Beirates ist Juri-Gagarin-Ring 60, wo man sich auch beraten lassen kann, aber eine vorherige Anmeldung wäre wünschenswert, die Telefonnummer ist 0361 561 61 60.
Projekte und Veranstaltungen werden organisiert. Dazu finden monatliche Sitzungen statt, im Schutzbund der Senioren und Vorruheständler Thüringen e.V., Juri-Gagarin-Ring 56a. Die Sitzungen sind öffentlich. Außerdem kann sich jeder melden, der gern im Seniorenbeirat ehrenamtlich mitarbeiten möchte. Die Funktion heißt dann „sachkundiger Bürger“ – und wer ist das nicht?
Seniorenpass in Erfurt: Einkommensunabhängig für alle eingeführt
Ein besonderer Erfolg war und ist die Einführung des Seniorenpasses. Seit zehn Jahren wurde über Ermäßigungen für Senioren diskutiert, im letzten Jahr wurde der Pass, ähnlich dem Familienpass, nun eingeführt. Das Besondere im Gegensatz zu Pässen in anderen Bundesländern ist, dass der Erfurter Pass einkommensunabhängig ist, ihn also alle nutzen können, die in Erfurt leben, Senioren sind und sich die Mühe machen, mit ihrem Ausweis an eine Ausgabestelle zu gehen und zu unterschreiben.
Seniorenpass bleibt analog und bietet einfache Nutzung für alle
Der Seniorenpass wurde extra analog belassen, es muss also nicht jeder mit seinem Handy kommen, was auch von Vorteil ist, allein der Gedanke, dass, wenn man ihn braucht, der Akku leer ist. Er ist in Themenbereiche aufgebaut: Freizeit, Kunst und Kultur; Gesundheit, Mobilität und Sport; Bildung und Engagement; über die Stadtgrenze hinaus. Am Ende gibt es einige Seiten, auf denen noch nachzulesen ist, wo es Beratung gibt, Anlaufstellen der Stadtverwaltung. Es gibt Seiten mit dem Jahresüberblick terminlicher Angebote aller Art. Die Nutzung ist auch ganz einfach, es gibt eine Seite, die der Nutzer bei sich tragen sollte, dann schneidet man den jeweiligen Angebotsschnipsel aus, legt beide vor und kann die Ermäßigung nutzen.






