Die geplante Vollsperrung der Brenner-Autobahn wirft bereits am Freitag ihre Schatten voraus. „Besonders kritisch dürfte die Lage am 29. Mai werden“, teilte der ADAC in seiner Stau-Prognose mit und rechnet bereits ab Mittag mit dichtem Verkehr und langen Staus bis in die Abendstunden. Auch am Sonntag müssen sich Autofahrer auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einstellen.

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Denn viele Urlauber wollen den Brennerkorridor in den Alpen am Samstag meiden. Touristen in Südtirol haben nach Angaben des Hoteliers- und Gastwirteverbands ihren Urlaub angesichts der Blockade bereits angepasst. „Viele Gäste haben ihre Buchungen um einen Tag vor oder einen Tag nach hinten verschoben“, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Verbandspräsidenten Klaus Berger.

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Einen Tag vor der Brenner-Vollsperrung: Stau bereits am Freitagmorgen

Nach ADAC-Angaben kam es am Freitag bereits in den frühen Morgenstunden zu Staus in Richtung Süden. Insbesondere nach der Mautstelle Schönberg in Tirol und vor der Baustelle Luegbrücke, wo sich ein zehn Kilometer langer Stau bildete, mussten Autofahrer bis zu 50 Minuten mehr einplanen.

Je mehr Urlauber auf die Idee kommen, die Sperre mit einer früheren Anreise zu umgehen, desto größer dürfte die böse Überraschung an diesem Freitag sein. Auch, weil die Alternativrouten ähnlich ausgelastet sein werden. So drohen bereits am Freitag Rückstaus auf den Zubringerstrecken in Österreich und Süddeutschland sowie von der italienischen Seite aus in Richtung Österreich. Vor allem auf dem Reschenpass (B 180), dem Fernpass (B 179), der Tauernautobahn (A 10) und den Schweizer Nord-Süd-Achsen Gotthard (A 2) und San Bernardino (A 13) wird mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen gerechnet.

Urlauber aus Süddeutschland brauchen viel Geduld

Die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Innsbruck und Bozen ist am Samstag von 11 bis 19 Uhr wegen einer Demonstration vollständig gesperrt. Das betrifft nicht nur die Autobahn (A 13). Auch die Brenner-Bundesstraße (B 182) und die Landesstraße L38 seien von der achtstündigen Sperrung betroffen, sodass keine Ausweichmöglichkeiten bestehen, so der ADAC.

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Die Vollsperrung kommt zur Unzeit und dürfte vor allem Urlauber aus Süddeutschland betreffen, denn in Bayern und Baden-Württemberg laufen die Pfingstferien. Zugleich ist in Italien der 2. Juni ein Feiertag und in Innsbruck findet zudem eine Großveranstaltung mit zehntausenden Teilnehmenern statt.

Seit Tausenden Jahren nutzen Reisende und Geschäftsleute den mit 1.370 Metern niedrigsten Übergang zwischen Österreich und Italien. In den 1960er Jahren wurde die Brenner-Autobahn gebaut. Die 1963 eröffnete Europabrücke nahe der Mautstelle Schönberg war mit ihren 190 Metern über Grund zeitweise die höchste Brücke Europas. Gerade für Lastwagen ist der Pass attraktiv – sowohl wegen seiner geringen Steigung als auch der im Vergleich zu anderen Übergängen niedrigeren Maut.

dpa/rk