Ich weiß, dass man bei keimenden Kartoffeln vorsichtig sein sollte. Aber sind auch keimende Zwiebeln giftig? Es antwortet Julia Müller, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

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Nein, keimende Zwiebeln sind nicht giftig. Sind die Zwiebeln schon etwas älter oder werden zu warm und hell gelagert, können sie Keime und grüne Triebe ausbilden. Diese sind aber nicht giftig und können einfach weggeschnitten werden. Allerdings leidet nach gewisser Zeit die Qualität und auch die Struktur der Zwiebel wird weicher. Daher empfehlen wir, sie nicht zu lange zu lagern und zeitnah zu verzehren.
Gekeimte Kartoffeln: Triebe sorgfältig entfernen oder entsorgen
Anders sieht es bei gekeimten Kartoffeln aus. In den Trieben sammelt sich vermehrt Solanin. Das ist ein in vielen Nachtschattengewächsen enthaltener Stoff, der in größeren Mengen zu Darmbeschwerden führen kann. Kartoffeln mit großen Trieben über zehn Zentimeter Länge sollten daher am besten weggeworfen werden. Kleinere Triebe können Sie großzügig ausschneiden. Zwiebeln und Kartoffeln sollten Sie immer möglichst dunkel und kühl lagern, um eine zu schnelle Keimung zu verhindern. Ist kein geeigneter Vorratsraum vorhanden, empfehle ich, kleinere Mengen zu kaufen, die auch rasch aufgebraucht werden können. ig
Das Verbrauchertelefon ist immer freitags von 9 bis 10 Uhr unter 0361 227 5555 erreichbar. Am 26. Juni beantwortet Finanzexperte Andreas Behn Ihre Fragen.




