Im Rathaus von Lengerich (Nordrhein-Westfalen) lief am Dienstag ein Großeinsatz der Polizei. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelte es sich um eine ernsthafte Bedrohungslage. Das Gebäude in der Kleinstadt (rund 23.000 Einwohner) zwischen Münster und Osnabrück wurde evakuiert.

Lengerich: Mann übergießt sich im Rathaus mit brennbarer Flüssigkeit

Ein Mann hatte sich im Hauptgebäude der Stadtverwaltung mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen. Spezialkräfte konnten die Lage schließlich klären und den Mann festnehmen. „Die Situation konnte besonnen gelöst werden. Spezialeinheiten der Polizei waren auch im Einsatz“, sagte eine Polizeisprecherin vor Ort. „Es wurden keine Personen verletzt.“

Seit dem Dienstagmittag waren Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz. „Ein Mann hat sich in einem Büro im Rathaus in Lengerich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen“, bestätigte die Polizeisprecherin. Nach dem Zugriff sei er in ein Krankenhaus gebracht worden. Zum möglichen Motiv gab es zunächst keine Angaben.

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Polizei behandelt Einsatz zunächst wie mögliche Geiselnahme

Laut „Bild“ ging die Polizei zunächst davon aus, dass sich mindestens eine Person in der Nähe des Mannes befinden könnte. Deshalb habe die Polizei die Lage wie eine mögliche Geiselnahme behandelt.

Blick auf das Rathaus von Lengerich bei Münster.
Ein Blick auf das Rathaus von Lengerich bei Münster.© David Ebener/dpa | David Ebener

Mitarbeiter der Stadtverwaltung durften am Nachmittag wieder in das Gebäude hineingehen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Am Haupteingang hing ein Zettel, der Bürger darauf hinwies, dass die Stadtverwaltung für den Rest des Tages geschlossen bleibe. Nach Informationen der „Westfälischen Nachrichten“ durften lediglich Beschäftigte des Fachdienstes «Soziales» nicht zurück an ihre Arbeitsplätze.

Anmerkung der Redaktion

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

mit dpa