Ein Ausflug an den Comer See ist für einen 19-jährigen deutschen Touristen tödlich geendet. Der junge Mann aus Tübingen war gemeinsam mit einem gleichaltrigen Freund aus Deutschland mit einem Campingvan in die italienische Region gereist, als es am Sonntagnachmittag im Ferienort Argegno zu dem Unglück kam.

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Nach ersten Erkenntnissen spielte der 19-Jährige mit dem Freund Fußball, als der Ball in ein bewaldetes Gebiet geriet. Um ihn zurückzuholen, soll er eine Absperrung überklettert haben. Dabei verlor er offenbar das Gleichgewicht und stürzte rund 20 Meter in das Bachbett des Wildbachs Telo. Der lebloser Körper wurde wenig später in einer Wasserlache in einer schwer zugänglichen Schlucht entdeckt. Passanten hatten den Vorfall bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert.

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Nach bisherigen Erkenntnissen starb der 19-Jährige an den schweren Verletzungen infolge des Sturzes, Hinweise auf ein Ertrinken liegen derzeit nicht vor. Zum Einsatz kamen ein Rettungshubschrauber, Kräfte des Roten Kreuzes aus Menaggio sowie die Bergrettung. Trotz des schnellen Eingreifens konnten die Helfer nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen.

Unweit der Unglücksstelle hielt sich der Reisebegleiter des Verstorbenen auf. Er musste wegen des Schocks nach dem Unfall von Medizinern behandelt werden. Die Carabinieri ermitteln zum genauen Hergang des Unfalls. Nun entscheidet die Staatsanwaltschaft in Como, ob eine Obduktion angeordnet wird oder eine äußere Leichenschau ausreicht. Die Familie des Verstorbenen wurde inzwischen informiert.

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Argegno liegt am Westufer des Comer Sees, eingebettet in eine steile, bergige Landschaft. Hinter dem Ort steigen die Hänge der Voralpen teils abrupt an und gehen in bewaldete Steillagen, Schluchten und schmale Wege über, die direkt ins Tal des Sees führen. Die Region ist bei deutschen Urlaubern besonders beliebt – nicht zuletzt wegen der guten Erreichbarkeit aus Süddeutschland und der Kombination aus See- und Berglandschaft. Viele Reisende nutzen Argegno als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge, etwa ins Val d‘Intelvi oder zu höher gelegenen Aussichtspunkten über dem Comer See.

Gleichzeitig gilt das Gelände abseits der Uferpromenade als anspruchsvoll. Steile Hänge, unwegsame Waldstücke und rutschige Abschnitte entlang kleiner Wasserläufe können besonders dann gefährlich werden, wenn man sich abseits markierter Wege bewegt, wie die Behörden immer wieder warnen.