Der Brand im Müritz-Nationalpark hat sich ausgebreitet. Das Feuer in dem Waldgebiet hat inzwischen eine Ausdehnung von rund 388 Hektar erreicht, wie ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sagte. Rund 370 Feuerwehrleute, Polizisten, Forst-Mitarbeiter und Soldaten seien inzwischen im Einsatz. Das seien mehr als am Vorabend. 

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Laut Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sei der Waldbrand eingekesselt worden. Es wurden sogenannte Wasserriegel aufgestellt, teilte der Landkreis mit. Diese bewässern den Boden und die Bäume auf der Waldfläche, die bisher nicht brennt. Somit verhindern die Wasserriegel, dass das Feuer sich weiter ausbreiten kann. 

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Die Ausdehnung des Feuers sei derzeit unverändert. Einzelne Rauchsäulen seien noch zu sehen, es würden aber weniger. Laut Kreissprecher bedeuten weniger Rauchsäulen auch weniger Feuer und Glut. Den Angaben zufolge sind zwei Wasserwerfer der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und eine Spezialeinheit zur Brandbekämpfung aus Niedersachsen angefordert worden. Mit diesen Fahrzeugen könne auch in dichtem Rauch gearbeitet werden.

Feuer im Müritz-Nationalpark: Bundeswehr unterstützt Feuerwehr

Gemeldet wurde der Brand am Montag. Seitdem läuft der Einsatz.  Nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes gelten in Mecklenburg-Vorpommern rund 60.000 Hektar Wald - etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche - als munitionsbelastet. Davon entfallen rund 28.400 Hektar auf die höchste Gefährdungskategorie 4, worunter auch panzerbrechende Munition zählt.

Waldbrand im Müritz-Nationalpark
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht im Müritz-Nationalpark. © Jens Büttner/dpa | Jens Büttner

Bundeswehrhubschrauber sollen bis zum Nachmittag wieder bei den Löscharbeiten unterstützen, sofern es nicht gewittert. Die Feuerwehr löscht nach Ankündigung im östlichen Brandbereich, weil das Gebiet den Angaben nach nicht munitionsbelastet und somit für die Einsatzkräfte zugänglich ist. Die Einsatzkräfte werden in regelmäßigen Abständen ausgetauscht. Die Forstmitarbeiter helfen, Wege freizuhalten. Urlauber sollen das Gebiet weiterhin weiträumig meiden.

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os/pcl/dpa/AFP