Das Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises kontrolliert derzeit wöchentlich die Wasserqualität am Bleilochstausee, „um die witterungsbedingte Algenentwicklung genauestens im Auge zu behalten und die Bevölkerung regelmäßig über den aktuellen Stand der Wasserqualität zu informieren“. An den offiziellen Badestellen Kloster, Strandbad Saalburg und Remptendorfer Bucht sei auch bei den jüngsten Beprobungen eine „weiterhin sehr gute Wasserqualität ermittelt“ worden, so dass in diesen Bereichen „bedenkenlos“ gebadet werden könne. Das teilte die Schleizer Kreisverwaltung mit.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Für die Uferbereiche rund um Saaldorf hat das Gesundheitsamt allerdings eine „Badewarnung“ ausgesprochen. Grund sei „eine zunehmende Grünfärbung und Eintrübung des Wassers“. Entnommene Wasserproben seien zur Untersuchung in das Labor des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz (TLV) geschickt worden. Mit dem „definitiven Laborbefund“ sei Anfang der 32. Kalenderwoche zu rechnen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei den vorhandenen Algen um die gesundheitsgefährdende Blaualge handelt, deswegen raten wir dringend vom Baden in diesem Bereich ab“, betont Stephan Kümmerling, der Leiter des Gesundheitsamtes.

Hundehalter sollten auf ihre Tiere achten

In der vergangenen Woche wurde bereits für den Abschnitt zwischen der Einmündung Galgersbach und der Einmündung Lemnitzbach sowie rund um den Campingplatz Harra ein Badeverbot erlassen. Hier sei eine Überschreitung des Grenzwertes für Microcystin, einem giftigen Stoffwechselprodukt bestimmter Blaualgen, nachgewiesen worden. Vor Ort werde durch Aushänge über die Situation informiert. Halter von Hunden und anderen Tieren sollten darauf achten, dass die Tiere in diesen Bereichen kein Saalewasser trinken.

„In Harra zeichnet sich inzwischen eine Verbesserung der Lage ab“, so Stephan Kümmerling nach der jüngsten Vor-Ort-Kontrolle. „Die Grünfärbung und Eintrübung des Wassers ist hier schon stark zurückgegangen. Das Baden bleibt aber weiterhin verboten, bis die aktuellen Laborwerte vorliegen und Grund zur Entwarnung geben.“

Harra befindet sich auf dem Wasserweg knapp zwanzig Kilometer und Saaldorf etwa zehn Kilometer flussaufwärts von Saalburg beziehungsweise Kloster entfernt, „so dass das dortige, lokale Algenvorkommen aktuell keinen Einfluss auf die offiziellen Badestellen am Bleilochstausee in Kloster, am Strandbad Saalburg sowie in der Remptendorfer Bucht hat“, merkt die Kreisverwaltung noch an.

red