Nach seinem verhängnisvollen Einknicken hat der in Frankfurt verunglückte Dreamliner noch eine Zukunft bei der Lufthansa. „Wir können das Flugzeug erfreulicherweise reparieren“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Man gehe davon aus, dass die Boeing 787 noch im laufenden Jahr in den Liniendienst zurückkehren könne. Zunächst war der Umfang des Schadens unklar geblieben.
Auch interessant
Das erst zu Jahresbeginn in Betrieb genommene Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ABPQ war am 4. Juni im Stand auf den vorderen Rumpf gefallen, nachdem das Bugfahrwerk unerwartet eingeknickt war. Bei dem Unfall wurden zwei Menschen schwer und 21 leicht verletzt. Passagiere waren nicht an Bord.
Verriegelungsstift von Boeing vergessen: Fehler führte zu gefährlichem Unfall
Als Unfallursache wurde festgestellt, dass ein Verriegelungsstift nicht eingesteckt war. Der Stift sei nach dem Vorfall in einer Aufbewahrungskiste gefunden worden, hatte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) berichtet.
Auch interessant
Im Sommerflugplan hat Lufthansa den Jet mit einer älteren Maschine (einer A340-300) ersetzt, „die ursprünglich als Reserve vorgesehen war und aktiviert werden musste“, sagte Spohr. Wann genau die Boeing wieder einsatzfähig ist, ist nicht bekannt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie für ihren ursprünglichen Zweck eingeplant ist: Langstreckenflüge ab Frankfurt am Main. So könnte der Flieger bald wieder Ziele in Mumbai oder auch Rio de Janeiro ansteuern.
dpa/jcst




