Im Mordprozess zum Tod des achtjährigen Fabians aus Güstrow will die wegen Mordverdachts angeklagte 30-jährige Gina H. demnächst Fragen beantworten. Das kündigte ihr Anwalt Thomas Löcker beim 25. Verhandlungstag im Landgericht Rostock an. Für seine Mandantin werde das „sehr, sehr strapaziös“, sagte er.

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Das Gericht plante die Befragung für den 10. September ein. „Sie bemüht sich das auch durchzuhalten“, kündigte Löcker an. Der Vorsitzende Richter, Holger Schütt, versprach, Rücksicht zu nehmen. Man werde etwa die Verhandlung unterbrechen, wenn das notwendig sei, oder gegebenenfalls die Befragung an einem zusätzlichen Tag fortführen.
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Mordfall Fabian aus Güstrow: Gina H. beschuldigt beide Zeugen schwer
Die Angeklagte hatte vor rund einer Woche eine 95 Seiten lange Erklärung vorgelesen und die Tat abgestritten. Fragen an sie waren nicht möglich. „Hätte ich ihn ermordet, hätte ich mit Sicherheit das Gefühl gehabt, mein eigenes Kind zu töten“, erklärte Gina H. Die 30-Jährige hat auch einen eigenen Sohn.
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In der Erklärung hatte Gina H. auch die beiden Zeugen Christian D. und Olaf K. schwer beschuldigt. Diese hatten ausgesagt, von Gina H. zur Leiche des Jungen an einen Tümpel bei Klein Upahl geführt worden zu sein. Die Angeklagte erklärte jedoch, sie sei vielmehr von Christian D. gezielt dorthin geführt worden. Dieser habe ihr zudem verboten, die Polizei zu verständigen. Olaf K. bezeichnete sie wiederum als „gerissenen“ Kriminellen.
Laut Anklage soll die Frau den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Teich, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen haben. Das Motiv soll demnach mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Der Prozess läuft seit dem 28. April und wird am Dienstag (1. September) mit Aussagen einer Familienbetreuerin der Angeklagten sowie der Aussage der Gefängnispsychologin fortgesetzt.
fmg/dpa






