Zum Beitrag „Wird KI zur tödlichen Gefahr?“ vom 14. September:

Häufig liest man, dass Künstliche Intelligenz selbstständig denken und handeln könne. Das stimmt natürlich so nicht. Alles, was die KI hervorbringt, wird von Menschen programmiert. Allerdings ist das keinesfalls beruhigend – das zeigen die jüngsten Vorfälle, bei denen die KI in andere Systeme eingedrungen ist und dort Manipulationen vorgenommen hat, ohne dass das von den Entwicklern gewollt war.
Daraus muss man schlussfolgern, dass die Macher der KI gar nicht deren Folgen vollständig beurteilen können, dass sie etwas programmieren, ohne genau im Blick zu haben, was dann passieren kann.
KI-Systeme sind überaus komplex. Der Mensch ist zwar in der Lage, solche Systeme zu entwickeln, aber ihm fehlt die Fähigkeit, diese strikt zu überwachen und unter Kontrolle zu behalten. Deshalb sind die Gefahren, vor denen gewarnt wird, sehr real. Der Ruf nach mehr Sicherheit ist berechtigt.
Aber es ist zu befürchten, dass es bei der Anwendung der KI keine ausreichende Sicherheit geben kann. Fehler mit gravierenden Auswirkungen werden bei der Entwicklung immer wieder vorkommen und der Cyberkriminalität wird ein breites Handlungsfeld geboten. Zu stoppen ist die KI nicht mehr, selbst wenn man das wollte. Man wird zukünftig schlimme Katastrophen nicht ausschließen können. Wenigstens sollte alles getan werden, um diese zu begrenzen.
Bernd Krüger, Erfurt

Zur Thüringer Hochschulpolitik

Die Einsparung des Instituts für Alte Musik an der Musikhochschule Weimar ist ein Skandal und durch nichts zu rechtfertigen. Allerdings möchte ich dem Kultusministerium zugutehalten, dass sich verstärkt um Kinder mit Beeinträchtigungen gekümmert wird. Dies ist auch angesichts der gesellschaftlichen Folgen dringend geboten. Es ist eben nicht so, wie in den 90er Jahren, als um jeden Preis gespart wurde. Manche Hochschulen könnten allerdings sehr viel erfolgsorientierter arbeiten. Zu oft regieren dort Besitzstände, fehlt es am Willen, junge Menschen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu befähigen. Der Rückgang bei den Studentenzahlen ist bezeichnend.
Cornelius Ludwig, Niederdorla

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „Spritpreise auf Rekordhoch: Zahlen wir bald drei Euro je Liter?“ vom 15. September:

Ja, die Politik muss handeln, aber nicht durch Eingriffe in den Markt (Spritpreisbremse, Übergewinnsteuer) und auch nicht durch Einmalzahlungen an (nahezu) alle. Dauerhaft hilft nur, die Steuer- und Abgabenlast auf die Energiekosten zu senken. Weg mit der CO₂‑Bepreisung, Streichung der Mehrwertsteuer auf die Benzin- und Dieselpreise, die ja schon über die Mineralölsteuer besteuert werden. Dies sollte gleichermaßen für Heizöl gelten.
Wenn in den USA die Kohleverstromung hochgefahren und der Klimawandel von der Regierung geleugnet wird, müssen wir in Deutschland nicht dem Glauben erliegen, die Welt quasi im Alleingang und als Vorbild retten zu müssen.
Olaf Dirlam, Erfurt

Kraftstoffpreise
Die aktuellen Kraftstoffpreise sorgen für Ärger und Frust. Diesel ist in Deutschland so teuer wie nie zuvor. Am Mittwoch kostete ein Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,453 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem April, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. © Rolf Vennenbernd/dpa | Rolf Vennenbernd

Ebenfalls zu diesem Beitrag:

Den Grund für die steigenden Spritpreise brauchen uns keine Energieökonomen oder Zukunftsforscher erklären. „Entspannung tritt erst dann wieder ein, wenn der Iran-Krieg endet“, sagt Experte Frondel. Recht hat er, denn Entspannung kann gar nicht eintreten, weil unsere Wirtschaftsministerin Katherina Reiche einen staatlichen Preisdeckel ablehnt, weil das „den Weltmarkt nicht interessieren würde“!
Darüber schäumt der SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und bräuchte nur seinen Finanzminister mal zu fragen, ob die 17 Cent aus dem Sommer jetzt nicht auch des Volkes Entrüstung hemmen könnten. 1,6 Milliarden Euro hat der Tankrabatt damals den Staat gekostet. Davon scheint er sich noch nicht erholt zu haben, sonst würde Frau Reiche nicht nur auf Reiche schauen, die auch drei Euro zahlen können, falls diese nicht „gezwungen“ sind, einen Dienstwagen zu fahren!
Friedemann Boelicke, Erfurt

Zum „Zitat des Tages“ vom 10. September:

„Eine von allen anderen Fraktionen getragene Expertenregierung könnte das Szenario eines AfD-Ministerpräsidenten noch abwenden“, sagt Alexander Schweitzer, Bundesvize der SPD. Er bescheinigt damit allen Parteien – einschließlich seiner eigenen Partei –, dass sie nicht in der Lage sind, eine Ministerpräsidentenstelle zu besetzen.
Maria Neumann, Erfurt

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