Beim Einsturz eines Wohnhauses in der Plaka, der Athener Altstadt, sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Vier der Opfer sind Urlauber aus den USA.
Am Freitagmorgen um 7.35 Uhr hatte eine schwere Explosion die um diese Zeit noch ruhige Altstadt am Fuß der Akropolis erschüttert. In der Lysikratous-Straße stieg eine riesige Staub- und Rauchwolke auf. Als sie sich legte, bot sich ein Bild der Verwüstung: Ein dreistöckiges Gebäude war eingestürzt. Ursache der Explosion war vermutlich ein Gasleck, hieß es in griechischen Medien.
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Explosion in der Altstadt von Athen: Vier Leichen aus Trümmern geborgen
Bis zum Samstagnachmittag wurden vier Leichen aus den Trümmern geborgen. Über ihre Identität machten die Behörden zunächst keine Angaben. Zwei weitere Todesopfer konnten die Bergungsmannschaften in den Überresten des Gebäudes lokalisieren, zunächst aber wegen weiterer Einsturzgefahr nicht bergen.
Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich sechs Menschen in dem Haus auf. Im zweiten Stock wohnte ein britisches Rentner-Ehepaar. Im ersten Stock befand sich eine Ferienwohnung, die über eine Kurzzeitvermietungsplattform an vier Touristen aus den USA vermietet worden war.
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Mindestens vier Nachbarhäuser beschädigt
Die Urlauber waren am Mittwoch in Athen eingetroffen und wollten am Freitagnachmittag in die USA zurückfliegen. Doch zum Abflug erschienen sie nicht. Mit Hochdruck hatten Rettungskräfte seit Freitagmorgen nach Verschütteten gesucht. Die Feuerwehr setzte eine Spezialeinheit ein, die auf die Bergung von Erdbebenopfern spezialisiert ist. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, war jedoch von Anfang an sehr gering. Drei Spürhunde suchten nach Lebenszeichen, fanden aber keine.

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Von dem dreistöckigen Gebäude sind nur noch eine Schutthalde und Teile der einsturzgefährdeten Außenwände übrig. Mindestens zwei benachbarte Häuser wurden so stark beschädigt, dass sie zunächst unbewohnbar sind. Im Umkreis von mehreren hundert Metern gingen durch die Druckwelle Fensterscheiben zu Bruch.
Anwohner nehmen Gasgeruch vor Explosion wahr
Eine Passantin und zwei Bewohnerinnen eines Nachbarhauses wurden durch herumfliegende Trümmer leicht verletzt. Hätte sich die Explosion einige Stunden später ereignet, wären vermutlich weitere Opfer zu beklagen gewesen. Zu dieser frühen Stunde waren in den tagsüber dicht bevölkerten Gassen der Plaka erst wenige Touristen unterwegs.
Experten von Feuerwehr und Polizei versuchen inzwischen, die Ursache der Explosion zu klären. Im zweiten Stock des Gebäudes gab es einen Gasanschluss, der offenbar einen Herd und einen Warmwasserboiler versorgte. Anwohner berichteten, sie hätten bereits vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen.
Die Ermittler versuchen nun zu rekonstruieren, ob ausströmendes Gas die Katastrophe ausgelöst hat. Dabei soll auch geklärt werden, wo das Gas ausgetreten sein könnte und ob möglicherweise ein technischer Defekt oder ein anderer Grund für die Explosion verantwortlich war.





