Sie war eines der Gesichter von RT Deutsch: Jasmin Kosubek arbeitete von 2014 bis 2021 für den deutschen Ableger des russischen Staatssenders, unter anderem als Moderatorin der Sendung „Der fehlende Part“. Seit 2022 betreibt sie einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie Interviews mit teils kontrovers diskutierten Persönlichkeiten führt. Im Gespräch mit Melanie Amann im FUNKE-Podcast „Amann unframed“ spricht Kosubek über ihre Zeit bei RT, ihre damalige journalistische Arbeit und die politische Ausrichtung des Senders.
Dieses Gespräch bei „Amann unframed“ ist besonders kontrovers. Jasmin Kosubek betont mehrfach, dass sie sich von der Gesprächsführung deutlich „geframt“ fühlt. Sie kritisiert zudem, dass Medienvertreterinnen wie Melanie Amann aus ihrer Sicht kaum das Recht hätten, sie zu kritisieren, nachdem Medien während der Corona-Pandemie ihrer Meinung nach selbst gravierende Fehler gemacht hätten.
Ex-RT-Moderatorin: „Außenpolitisch waren wir auf russischer Linie“
Dabei zeigt sie sich an mehreren Stellen selbstkritisch. Auf die Frage, ob sie Beiträge heute anders machen würde, sagt sie: „Ich war Anfänger… das ist keine Entschuldigung, es ist einfach faktisch so gewesen.“ Zugleich betont sie, dass sie nur für das Format „Der fehlende Part“ verantwortlich gewesen sei und nicht für die gesamte Berichterstattung von RT Deutsch. Besonders deutlich äußert sie sich zur außenpolitischen Ausrichtung des Senders: „In der damaligen Zeit habe ich bei RT gearbeitet und da waren wir außenpolitisch, das würde ich definitiv sagen, auf russischer Linie, definitiv.“

Im Gespräch geht es unter anderem um RTs Berichterstattung über Russlands Rolle in Syrien, die Berichterstattung über Alexej Nawalny und Corona. Auch die Pressefreiheit in Russland wird zu einem wichtigen Thema. Kosubek beschreibt die Situation als ambivalent und räumt ein, dass kritische Berichterstattung in Russland mit „einer harten Hand“ bestraft werden könne. Gleichzeitig spricht sie sich für den Dialog mit Russland aus: „Ich glaube nicht, dass eine Mauer, die man aufbaut, hilft in diesem Kontext.“
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Wie blickt Kosubek heute auf ihre Zeit bei RT zurück? Welche Verantwortung trägt Journalismus, wenn ein Medium eine klare politische Linie vertritt? Und inwiefern hat sich Kosubek von ihrer Zeit bei RT Deutsch gelöst?
Mehr dazu gibt es in der neuesten Folge des FUNKE-Podcasts „Amann unframed“ mit Melanie Amann und Jasmin Kosubek.

Podcast „Amann unframed“ auf allen Plattformen
In „Amann unframed“ geht es um Persönlichkeiten, die Deutschland prägen, die selten in klare Schubladen passen. Menschen, die polarisieren, anecken, provozieren – und manchmal auch manipulieren. Manche werden unfair geframt, andere prägen die Debatte mit ihrem ganz eigenen Frame.
„Amann unframed“ finden Sie auf Spotify, Apple Podcast, Amazon und YouTube – sowie auf allen Plattformen, auf denen es Podcasts gibt.


![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, LUGANSK PEOPLE'S REPUBLIC - JULY 29, 2026: A serviceman from the military commandants office of the Lugansk People's Republic performs an air defence duty to protect the airspace of the Lugansk People's Republic. Alexander Reka/TASS] Air defence in Lugansk People's Republic, Russia](https://img.sparknews.funkemedien.de/412741926/412741926_1785999935_v16_9_1200.jpeg)



