Zusammenfassung

  • Der Podcast „Die Trassenkämpfer“ begleitet Menschen entlang der Südlink-Trasse und zeigt, warum aus anfänglichem Widerstand vielerorts Akzeptanz wurde.
  • Im Fokus stehen die Auswirkungen des Stromnetzausbaus auf Natur, lokale Gemeinden und das Vertrauen in Politik und Planung.
  • Die vierteilige Serie beleuchtet Konflikte, finanzielle Fragen und mögliche Umweltprobleme rund um das Großprojekt der Energiewende.

Eine Schneise zieht sich durch den Wasunger Wald. Wo zuvor Buchen, Lärchen, Kiefern und Fichten standen, liegen Kabel im freigelegten Boden. Für Thomas Kästner zeigt sich an dieser Stelle, was der Bau von Südlink für seine Gemeinde bedeutet. Der parteilose Bürgermeister von Wasungen und studierte Forstingenieur hat jahrelang gegen die Stromtrasse gekämpft. Inzwischen hält er sie für notwendig. Mit den Folgen für den Wald hat er sich deshalb noch lange nicht abgefunden.

Kästner ist einer der Menschen, die im vierteiligen Podcast „Die Trassenkämpfer“ zu Wort kommen. Für die Thüringer Allgemeine folgt Reporterin Jana Laborenz der Trasse durch Deutschland. Sie spricht mit Gegnern des Projekts, Verantwortlichen der Netzbetreiber, Politikern, Behördenvertretern und Wissenschaftlern.

Jahrelang kämpfte Wasungens Bürgermeister gegen Südlink. Jetzt liegen Kabel im Wald – und er hält die Trasse für notwendig.
Jahrelang kämpfte Wasungens Bürgermeister gegen Südlink. Jetzt liegen Kabel im Wald – und er hält die Trasse für notwendig.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Preis Deutschland für die Energiewende zahlt. Dabei geht es nicht allein um Geld. Der Podcast untersucht auch den Verlust von Vertrauen, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Natur und den Umgang mit den Menschen entlang der Strecke.

Lkw kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt

40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Auf einer Baustelle der Stromtrasse Suedlink im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist am Montagmittag ein 40-Tonnen-Lkw umgekippt. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Wie die Polizei mitteilte, wurde der Fahrer dabei schwer verletzt. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Er musste von der Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden.© News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der Unfall gegen 13.30 Uhr nahe der Ortschaft Henneberg. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Der Lastwagen war damit beschäftigt, Erdaushub abzukippen, als das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache auf die Seite kippte. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Der Fahrer wurde in der Kabine eingeschlossen. Die Feuerwehr befreite den Mann über die Frontscheibe des Führerhauses. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Dafür musste die Windschutzscheibe aufgesägt werden. Der Schwerverletzte wurde nach der Rettung in das Klinikum Meiningen gebracht. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Durch den Unfall drohten, mehrere hundert Liter Dieselkraftstoff aus dem Lkw auszutreten. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Einsatzkräfte dichteten die beschädigte Stelle ab und fingen auslaufenden Kraftstoff auf. Zudem stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag an. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Am Lkw entstand ein Sachschaden von etwa 60.000 Euro. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig
40-Tonner kippt auf Suedlink-Baustelle um: Fahrer schwer verletzt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. © News5 | News5 / Steffen Ittig

Südlink soll Strom von Norden nach Süden transportieren

Südlink gehört zu den zentralen Vorhaben des deutschen Stromnetzausbaus. Die rund 700 Kilometer lange Verbindung soll Strom zwischen Nord- und Süddeutschland transportieren. Nach dem beschleunigten Atomausstieg sollten neue Leitungen vor allem Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren des Südens bringen.

Ursprünglich war Südlink als Freileitung geplant. Proteste gegen hohe Strommasten, besonders in Bayern, erhöhten jedoch den politischen Druck. Die Bundesregierung führte daraufhin einen gesetzlichen Vorrang für Erdkabel bei solchen Gleichstromverbindungen ein. Die Planungen mussten in wesentlichen Teilen neu beginnen.

Damit rückte auch Thüringen in den Trassenverlauf. Zuvor sollte Südlink vor allem durch Hessen führen. Die Behörde nennt drei Kriterien für die spätere Entscheidung: Leitungslänge, bauliche Schwierigkeiten, Belastung für Menschen und Umwelt. Nach Darstellung der Behörde spielte es keine Rolle, durch welches Bundesland die Leitung verläuft.

Bodo Ramelow, damals Thüringer Ministerpräsident, kritisiert im Podcast dagegen, Thüringen sei nicht angemessen informiert und beteiligt worden. Er schlug einen alternativen Verlauf vor. Der Freistaat klagte schließlich gegen die Planung, scheiterte aber vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Auch interessant

In Thüringen formiert sich Widerstand

Entlang der geplanten Strecke gründeten sich Bürgerinitiativen. Gegner sorgten sich um Wälder, Böden und Naturschutzgebiete. Zugleich entstand das Gefühl, Thüringen müsse die Belastungen des Projekts tragen, ohne unmittelbar vom transportierten Strom zu profitieren. SuedLink hat entlang der Strecke keine Abzweigungen für die regionale Versorgung.

Mehr als 200 Leute protestieren gegen Südlink

In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Jensen Zlotowicz
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Jensen Zlotowicz | Jensen Zlotowicz
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Jensen Zlotowicz
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Jensen Zlotowicz | Jensen Zlotowicz
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.
In einer Senke zwischen Ober- und Unterellen im Wartburgkreis soll eine Kabelanschlussstation im Zuge des Südlink-Baus entstehen. Gut 200 Menschen demonstrierten gegen die Pläne.© Unbekannt | Unbekannt

Auch in Wasungen wurde die Trasse zunächst abgelehnt. Besonders umstritten war der Verlauf durch den Wald. Bei einem Gespräch im Rathaus kündigten Projektvertreter nach Kästners Erinnerung an, den betroffenen Bereich unterirdisch zu durchqueren. Größere Rodungen sollten so vermieden werden.

Später änderten sich die Pläne. Nach Angaben von TransnetBW war eine Bohrung wegen der Beschaffenheit des Untergrunds mit zu großen technischen Risiken verbunden. Das Kabel wurde deshalb in offener Bauweise verlegt. Für die Arbeiten mussten Bäume weichen. TransnetBW begrenzte die Schneise nach Darstellung des Podcasts auf etwa 15 Meter und nutzte teilweise bestehende Waldwege.

Auch interessant

Bei Kästner und betroffenen Waldbesitzern beschädigte die Änderung das Vertrauen in das Projekt. Der Bürgermeister vermutet, der Netzbetreiber hätte die Schwierigkeiten früher erkennen können. TransnetBW weist den Verdacht zurück, die offene Verlegung von Beginn an beabsichtigt zu haben. Die Änderung habe auch für das Unternehmen zusätzliche Kosten und Aufwand verursacht.

Auch interessant

Wenn aus Widerstand Pragmatismus wird

Kästners Haltung wandelte sich im Laufe der Jahre. Er kam zu dem Schluss, dass seine Gemeinde Südlink nicht mehr verhindern könne. Seitdem versucht er nach eigenen Worten, den Bau vor Ort mitzugestalten.

Auch die veränderte Lage der Energieversorgung beeinflusste seine Bewertung. Eine stabile Versorgung Deutschlands komme mittelbar ebenfalls Thüringen und Wasungen zugute, sagt Kästner. Zudem profitierten während der Bauzeit regionale Unternehmen, Gaststätten und andere Betriebe.

Beim offiziellen Spatenstich in Wasungen machte der Bürgermeister dennoch deutlich, dass die Stadt das Vorhaben ursprünglich abgelehnt hatte. Seine Entwicklung steht beispielhaft für einen Widerstand, der entlang der Trasse vielerorts schwächer geworden ist. Einige Gegner kämpfen allerdings weiter.

Auch interessant

Bohrflüssigkeit gelangt in die Umwelt

Die dritte Folge untersucht mögliche Umweltschäden beim Bau. Reporterin Laborenz begleitet die Sprecherin des Aktionsbündnisses Trassengegner, Dörte Hamann, und den Südlink-Gegner Rainer Schweikert zu Baustellen in Baden-Württemberg.

Schweikert fährt regelmäßig Abschnitte der Trasse ab. Er dokumentiert aus seiner Sicht bestehende Mängel und schickt Bilder an die zuständigen Stellen. Nach Angaben von TransnetBW gefährdete er durch das Betreten von Baustellen seine eigene Sicherheit und den Bauablauf. Das Unternehmen sprach deshalb ein Betretungsverbot für Baustellen in Bayern und Baden-Württemberg aus.

Im Herxbachtal, einem Naturschutzgebiet, trat bei Bohrarbeiten Flüssigkeit aus. Sie enthielt nach Auskunft der zuständigen Behörde Bentonit, ein natürlich vorkommendes Tonmineral. Zusätzliche Stoffe seien dort nach Angaben der ausführenden Baufirma nicht verwendet worden.

Fürstenhof
Mit Sandsäcken wird die ausgetretene Bohrflüssigkeit an der Südlink-Baustelle bei Marksuhl vor weiterer Ausbreitung an der Oberfläche gehindert.© Funke Medien Thüringen | Norman Meissner

Bentonit stabilisiert bei Bohrungen den Untergrund. Der Stoff gilt nicht grundsätzlich als giftig. Gelangt die Flüssigkeit jedoch in hoher Konzentration in ein Gewässer, kann sie Tiere und Lebensräume beeinträchtigen. Ein im Podcast befragter Mineraloge der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe erklärt, solche Austritte in größeren Mengen müssten verhindert werden.

Schweikert vermutet langfristige Schäden an dem Gewässer. Die Recherche konnte diese nicht abschließend nachweisen. Auch bei einem im Podcast geschilderten Vorfall an der Werra blieb offen, welche Auswirkungen ausgetretene Bohrflüssigkeit hatte.

Auch interessant

Wer bezahlt den Ausbau der Stromnetze?

Südlink soll rund zehn Milliarden Euro kosten. Finanziert wird das Projekt über die Netzentgelte als Teil der Stromrechnung. Damit bezahlen Verbraucher den Betrieb und den Ausbau der Netze. Die Übertragungsnetzbetreiber erhalten für ihre Investitionen eine staatlich regulierte Rendite.

Bürgerinitiativen kritisieren dieses Modell. Die Netzbetreiber seien regionale Monopolisten und trügen deshalb nur ein begrenztes unternehmerisches Risiko. Die Bundesnetzagentur soll kontrollieren, welche Kosten und Gewinne anerkannt werden.

Henning Herbst von der Verbraucherzentrale fordert im Podcast eine strengere Regulierung. Privathaushalte dürften zudem nicht überproportional belastet werden. Er kritisiert Vergünstigungen für große Industriekunden, deren Entlastung andere Stromkunden ausgleichen müssten.

Der Netzausbau verursacht allerdings nicht nur Kosten. Neue Leitungen können auch Ausgaben verringern. Bei Engpässen müssen Kraftwerke ihre Produktion an verschiedenen Orten anpassen. Diese Eingriffe heißen Redispatch und werden ebenfalls über die Stromrechnung finanziert. Südlink soll Engpässe zwischen Nord- und Süddeutschland verringern und damit solche Kosten senken. Wie sich beide Effekte in der Summe auf den Strompreis auswirken, lässt sich aus den im Podcast genannten Angaben nicht abschließend bestimmen.

Dezentrale Energie ersetzt die Stromtrasse nicht vollständig

Zum Abschluss fragt der Podcast, ob eine andere Energiewende möglich wäre: mit mehr Windrädern, Solaranlagen und Speichern vor Ort statt großer Stromverbindungen.

Im fränkischen Mühlhausen besucht Laborenz ein Bürgerenergieprojekt. Vier Windräder erzeugen dort nach Angaben eines Vertreters der beteiligten Genossenschaft rechnerisch Strom für rund 6000 Haushalte. Ein Solarpark ergänzt die Anlagen. Bürger können sich finanziell beteiligen und an den Erträgen teilhaben.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert warnt im Podcast jedoch davor, regionale Erzeugung und überregionale Stromnetze gegeneinander auszuspielen. Südlink sei ein Baustein der Energiewende, könne den Ausbau erneuerbarer Energien und von Speichern im Süden aber nicht ersetzen.

Thüringen wird durch Erdkabel-Priorisierung Teil des Südlinks

Der Podcast liefert deshalb keine einfache Antwort auf die Frage, ob Südlink notwendig, zu teuer oder ungerecht ist. Er zeigt vielmehr, weshalb das Projekt auf Widerstand stieß: Viele Menschen entlang der Trasse sahen für ihre Region keinen direkten Nutzen. Sie fühlten sich zu spät beteiligt und mussten erleben, wie sich Planungen änderten.

Kästner glaubt, eine frühere Beteiligung und ein finanzieller Vorteil für die betroffenen Gemeinden hätten Zeit und damit Kosten sparen können. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der vier Folgen: Technische Planung allein genügt bei einem solchen Großprojekt nicht. Entscheidend ist auch, ob die Menschen vor Ort den Eindruck haben, dass ihre Interessen zählen.

Die vier Folgen im Überblick

Folge 1: „Das Elektroklo“

Die erste Folge rekonstruiert, wie Thüringen Teil der Südlink-Planung wurde. Sie beginnt mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima und dem beschleunigten deutschen Atomausstieg. Proteste gegen Freileitungen erhöhen den politischen Druck und führen zum Vorrang für Erdkabel. Mit der Neuplanung verschiebt sich der mögliche Verlauf nach Thüringen. Der damalige Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert das Verfahren; frühere Verantwortliche und der Netzbetreiber widersprechen Teilen seiner Darstellung.

Folge 2: Widerstand im Wasunger Wald

Im Mittelpunkt steht Wasungens Bürgermeister Thomas Kästner. Er kämpft zunächst gegen Südlink und will Rodungen im Wasunger Wald verhindern. Eine angekündigte Bohrung unter dem Wald wird später verworfen, weil TransnetBW technische Risiken im Untergrund sieht. Stattdessen entsteht eine Schneise für die offene Kabelverlegung. Die Folge schildert den Vertrauensverlust und zeigt, warum Kästner seinen Widerstand schließlich aufgibt und versucht, das Projekt mitzugestalten.

Folge 3: „Wolf of SuedLink“

Die dritte Folge begleitet Trassengegner zu Baustellen in Baden-Württemberg. Sie untersucht, was geschieht, wenn Bohrflüssigkeit mit Bentonit aus dem Boden austritt und in Gewässer gelangt. Gegner, TransnetBW, Behörden und ein Mineraloge bewerten die Risiken unterschiedlich. Die Recherche belegt einzelne Austritte, kann dauerhafte ökologische Schäden aber nicht abschließend nachweisen.

Folge 4: „Der Stromkuchen“

Die letzte Folge fragt, wer den milliardenschweren Netzausbau bezahlt. Sie erklärt Netzentgelte, regulierte Renditen und Redispatch-Kosten. Außerdem besucht die Reporterin ein Bürgerenergieprojekt in Franken. Wissenschaftler und Praktiker kommen zu dem Schluss, dass regionale Wind- und Solaranlagen wichtig sind, überregionale Leitungen aber nicht vollständig ersetzen. Im Zentrum steht die Frage, wie die Kosten der Energiewende fair verteilt werden können.