Thüringen lässt sich eine bessere Betreuung von Mädchen und Jungen in den Kindergärten künftig 146 Millionen Euro pro Jahr mehr Kosten. Mit dem zusätzlichen Geld soll erreicht werden, dass sich Erzieherinnen und Erzieher intensiver um die Kinder kümmern können. Ein besserer Betreuungsschlüssel und damit mehr Personal ist Kern des seit fast einem Jahr diskutierten Kindergartengesetzes, das der Landtag am Freitag mit großer Mehrheit beschloss. Nur die Gruppe der FDP enthielt sich. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Danach soll künftig eine Erzieherin in der Regel sechs Kinder im Alter bis drei Jahren betreuen. Bei den über Dreijährigen sollen es zwölf Kinder pro Erzieherin sein, bei Babys vier. Vertreter aller Fraktionen sprachen von einem Kraftakt, mit dem eine deutlich bessere Betreuungsqualität erreicht werde. Viele Eltern hätten darauf gewartet, sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke). 

Mehrbedarf von mehreren Hundert Stellen

Mit dem neuen Gesetz würden angesichts sinkender Kinderzahlen Arbeitsplätze gesichert und neue Stellen geschaffen, sagten Abgeordnete von CDU, SPD, Linke und Grünen. Die Rede ist von einem Mehrbedarf von mehreren Hundert Stellen. Die Kommunen haben eine dreijährige Übergangsfrist, um den neuen Betreuungsschlüssel durch mehr Personal in den Kindergärten zu sichern. Nicht durchsetzen konnte sich die rot-rot-grüne Minderheitskoalition mit ihrer Forderung von einem dritten beitragsfreien Kindergartenjahr in Thüringen. 

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dpa