Die Thüringer SPD erwacht langsam aber sicher aus ihrer Lethargie und schaltet im Umgang mit den Regierungspartnern Linken und Grüne auf Attacke. Spätestens mit dem Chaos um das Flüchtlingsmanagement waren die Gemeinsamkeiten der drei Partner aufgebraucht. Immer wieder knirschte und knackte es gewaltig zwischen denen, die eigentlich Partner sein sollten.
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Dass dieses Bündnis am Ende ist, hat SPD-Spitzenkandidat Georg Maier lange erkannt. Allerdings: Ausgesprochen hat er es nie so deutlich wie jetzt. An diesen Worten gemessen, heißt das: Unter einem SPD-Landesvorsitzenden Maier wird es in keiner denkbaren Form eine Fortsetzung des Regierungsbündnisses geben.

Für die SPD greift er damit jetzt nach dem letzten möglichen Strohhalm. Das ist riskant, kann aber funktionieren, weil die Sozialdemokraten realistischerweise die Partei sind, die jenseits der Partner, die alle nicht miteinander können, im nächsten Landtag vertreten ist.
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Jedenfalls dann, wenn sie zumindest diese sechs Prozent, die ihr zuletzt in einer Umfrage bescheinigt wurden, hält. Sozialdemokratisches Grundproblem derzeit: Die Partei dringt mit ihren Themen kaum zu den Leuten durch. 500 Euro Weihnachtsgeld, kostenfreies Schulessen – all das diskutiert sich schwer, wenn die Genossen in Berlin mal eben die Stationierung von US-Raketen in Deutschland billigen.
Deshalb nun Abteilung Attacke: Sie ist für Maier der letzte Ausweg, die SPD in Thüringen zu retten.
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