Eine neue Landesregierung in Thüringen muss sich vor allem um Thüringer Themen kümmern. Am Verhandlungstisch sitzen drei Partner, die das im Wahlkampf betont haben. Daran müssen sie sich messen lassen. Thüringens SPD-Chef Georg Maier bleibt mit einem emotionalen Moment aus einer Fernsehdebatte vor der Wahl in Erinnerung: „Es geht um Thüringen, verdammt noch mal.“

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Union-Landeschef Mario Voigt sagt mantraartig: „Wir ringen um eine gute Lösung für Thüringen.“ Auch das BSW-Duo Katja Wolf und Steffen Schütz wird nicht müde, darzulegen, dass es der Wagenknecht-Partei um Thüringen geht.

Auch interessant

Warum schaffen es die drei Partner nicht, in Koalitionsverhandlungen einzusteigen? Weil abseits dieser Thüringer Fragen eine von Sahra Wagenknecht aufgeladene Debatte über Krieg und Frieden geführt wird. Die allermeisten Thüringer – das sei an dieser Stelle unterstellt – wünschen sich selbstverständlich, dass Deutschland nicht in einen Krieg hineingezogen wird und Frieden herrscht. Ganz offenbar besteht sogar Einigkeit bei CDU, BSW und SPD darüber, wie man das in einen Koalitionsvertrag hineinformulieren könnte. Die Landesverfassung macht es möglich. Darüber hinaus überlagert das Gezerre um die Präambel, worum es auch geht und wofür nicht nur CDU und SPD, sondern auch BSW gewählt wurden.

Die Themen, die in Thüringen gelöst werden können, weil es eine tatsächliche Zuständigkeit gibt, werden zunehmend an den Rand gedrängt. Das muss beendet werden.

Aktuelle Nachrichten aus Thüringen