In wenigen Wochen sind die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, den nächsten Bundestag zu wählen. Dafür haben die Parteien ihre wohl aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen geschickt. Wir geben einen Überblick über die Spitzenkandidaten in Thüringen:
Christian Hirte (CDU): Jurist und erfahrener Bundestagsabgeordneter

Christian Hirte soll die Thüringer CDU in den Bundestagswahlkampf führen. Der 48-jährige Jurist aus Bad Salzungen ist seit etwa 30 Jahren Mitglied der CDU und sitzt für seine Partei seit 2008 im Bundestag. Bei der Aufstellung der Landesliste kündigte Hirte an, sich dafür einzusetzen zu wollen, dass das Bürgergeld wieder abgeschafft werde und dass beim Thema Migration wieder „Humanität und Ordnung“ gelte.
Stephan Brandner (AfD): Berufspolitiker seit 2014

Für die AfD will Stephan Brandner aus Gera in den Bundestag einziehen. Der Rechtsanwalt ist bereits seit 2013 Mitglied der AfD und zog für seine Partei von 2014 bis 2015 auch in den Thüringen Landtag ein. Seit 2017 ist der 58-Jährige für die AfD im Bundestag. Brandner setzte sich in der Vergangenheit für härtere Strafen gegen Straftäter sowie konsequentere Abschiebungen ein. Brandner geriet zuletzt in die Schlagzeilen, weil der Bundestag seine Immunität aufgehoben hatte.
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Carsten Schneider (SPD): Ostbeauftragter aus Erfurt

Die SPD setzt im Wahlkampf auf den Erfurter Carsten Schneider. Schneider sitzt seit 1998 im Parlament und wurde zum achten Mal nominiert. Von 2017 bis 2021 war er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, seit 2021 ist er Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland. Als Ostbeauftragter setzt sich Schneider dafür ein, gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land zu schaffen.
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Robert Henning (BSW): Gastronom und Ortschaftsbürgermeister

Das Bündnis Sahra Wagenknecht schickt den Gastronomen und ehrenamtlichen Bürgermeister von Bleicherode, Robert Henning, ins Rennen. Henning hatte im vergangenen Jahr für überregionales Aufsehen gesorgt, als er der erste Amtsträger des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) wurde. Der 37-Jährige möchte in Berlin unter anderem für die Stärkung des Mittelstandes eintreten und macht sich für einen schnellstmöglichen Waffenstillstand in der Ukraine stark.
Bodo Ramelow (Linke): Ex-Ministerpräsident und „Silberlocke“

Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow will mit der Aktion „Silberlocke“ der Linken den Einzug in den Bundestag sichern. Neben ihm kämpfen noch Gregor Gysi aus Berlin und Dietmar Bartsch aus Rostock um ein Direktmandat. Erhält die Linke drei Direktmandate, würde das der Partei den Einzug in den Bundestag sichern, auch wenn diese weniger als fünf Prozent der Stimmen erzielt. Der 68-Jährige aus Erfurt tritt für soziale Gerechtigkeit, Steuergerechtigkeit sowie die Gleichstellung von Mann und Frau und Ost und West ein.
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Tim Wagner (FDP): Nachrücker und enger Vertrauter von Kemmerich

Thüringens FDP zieht mit Tim Wagner an der Spitze in die Bundestagswahl. Wagner sitzt seit dem vergangenen Jahr für die FDP im Bundestag, als er für den Thüringer Reginald Hanke nachrückte. Wagner gilt als enger Vertrauter von Thüringens FDP-Parteichef Thomas Kemmerich. Der 43-Jährige aus Jena will sich im Bundestag vor allem für einen Abbau der Bürokratie und Steuererleichterungen einsetzen.
Katrin Göring-Eckardt (Grüne): Erfahrene Politikerin und Bundestags-Vizepräsidentin

Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt ist Spitzenkandidatin der Thüringer Grünen für die Bundestagswahl. Die 58-Jährige ist bereits seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages und war zeitweise Parlamentarische Geschäftsführerin und Fraktionsvorsitzende. Die Grüne-Politikerin will im nächsten Bundestag eine „starke ostdeutsche Stimme“ sein. Sie wolle zeigen, dass Innovationen der Wirtschaft und Engagement der Gesellschaft in Thüringen zu Hause sind.
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