Noch nicht im Amt und schon massiv vorverurteilt. Nein, das ist nicht gut, wie deutsche Politik in den vergangenen Wochen vielfach auf Donald Trump reagiert hat. Dabei sollten Respekt vor einer demokratischen Wahl und der Präsidentschaft Normalität sein.

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Die Anti-Trump-Haltung der Ampel, das Entwerfen verschiedenster Schreckensszenarien, war unklug. Und nun regiert sie auch nur noch auf Abruf – sehr unglücklich. Zumal die Bedeutung der Vereinigten Staaten für Deutschlands Exportwirtschaft aktuell, auch für Thüringen, so groß wie nie in den letzten 20 Jahren ist. Nach lang anhaltender Stagnation ist Deutschland deutlich verwundbarer als noch vor acht Jahren. Ein weiterer Wirtschaftsrückgang droht.

Andere Länder waren in ihrer Diplomatie weitaus cleverer

Andere europäische Länder waren in ihrer Diplomatie jedenfalls weitaus cleverer. Wobei es ohnehin darauf ankommt, dass Europa mit einer Stimme spricht. Nur dann wird Donald Trump wohl bereit sein, eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu akzeptieren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Und mit Blick auf die Bundestagswahl sollten sich die Politiker hierzulande mal fragen, warum Trump gewählt wurde? Die Antworten wirken simpel, aber logisch. Weil er anscheinend die Menschen am besten verstanden hat, ihre Sorgen, die Angst, künftig noch weniger Geld als früher in der Tasche zu haben.

Zudem hat die erste Amtszeit von Trump gezeigt, dass nicht alle Drohungen ernst zu nehmen sind. Vier Jahre mit ihm als Präsident wurden besser überstanden als gedacht. Warum soll das nicht wieder gelingen? Aber Voraussetzung dafür sind Gespräche. Ohne Vorverurteilung.

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