Mit erneut 30.000 Besuchern konnte Erfurt die bundesweite Führungspostion für seine Regionale Automesse behaupten. Auf das Freigelände und in die drei Messehallen strömten täglich tausende Besucher. Das Auto sei in Thüringen weiterhin beliebt, war sich Messechef Michael Kynast bereits vor Beginn der Masse sicher.
Mehr als 100 Aussteller und 37 Kfz-Marken sind neuer Messerekord
Die erstmals federführend von der Messe Erfurt organisierte Verkaufsschau kann dieses Jahr mit Rekorden aufwarten. So waren alle Ausstellungsflächen komplett belegt. Auch die Zahl von mehr als 100 Ausstellern, die insgesamt 37 Automarken repräsentierten, konnte in der Vergangenheit so nie erreicht werden.
Die Messe lebt zu einen davon, das die Thüringer Autohändler ihre Fahrzeuge den Kunden näher bringen wollen. Wir müssen die Emotionen für das Auto wecken, hatte zur Messeeröffnung Helmut Peter, Präsident des Thüringer KfZ-Gewerbes geworben. Er setzte sich sowohl für Verbrennerfahrzeuge als auch für Elektrofahrzeuge ein. Der Markt werde das richten, zeigte er sich überzeugt.
Mario Voigt versichert Thüringer Autoindustrier Unterstützung
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) forderte noch einmal nachdrücklich das von der EU für 2035 beschlossene Verbrenneraus abzuschaffen. Thüringens Ministerpräsident „Das Verbrenner-Verbot muss 2025 fallen“, betonte er beim Treffen der Thüringer Auto-Lobby am Vorabend der Messe in Erfurt.
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Der CDU-Politiker will zudem erreichen, dass die von der EU vorgegebenen CO₂-Flottengrenzwerte gelockert werden. Es gehe um die Wettbewerbsfähigkeit der Autoindustrie, auch angesichts der Zoll-Ankündigungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
Treffen der regierenden Freistaatler: Voigt, Söder und Kretschmer in Kronach
Der CO₂-Flottengrenzwert verpflichtet die Hersteller, diesen über die gesamte Produktpalette gerechnet, einzuhalten. Wenn viele PS-starke Verbrennerfahrzeuge mit hohem CO₂-Ausstoß produziert werden, müssen zum Ausgleich auch Autos mit wenig oder keinem CO₂-Ausstoß in die Produktionspalette mit aufgenommen werden. Das wären idealerweise Elektroautos.

60.000 Beschäftige in Thüringen sind von der Autoindustrie abhängig
Auch Mario Voigt betont, dass beide Technologien parallel eine Chance haben sollen. In Thüringen würden rund 60.000 Beschäftigte, die in der Autoindustrie arbeiten, unter zunehmend Druck stehen. Letztlich sollten aber die Kunden darüber entscheiden, was für ein Auto sie kaufen.

Der Kunde lasse sich nicht vorschreiben, was für ein Auto er kaufen soll, versicherte Autohändler Helmut Peter. „Der Kunde kauft, was er will.“ Er sieht in der aktuellen Situation auch eine Chance.
Subventionen für E-Mobilität lieber in die Infrastruktur stecken
In diesem Jahr erwartet er allerdings nur wenige wirklich neue Produkte der Autoproduzenten. Dafür werde es 2026 eine Modelloffensive geben, kündigte er an. Aus seiner Sicht werde auch die teils teuren Preise der Markt regeln.

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Der Branchenpräsident sprach sich zugleich gegen Subventionen für Elektromobilität aus. Das Geld solle lieber in die Infrastruktur gesteckt werden. „Wenn wir wieder Subventionen kriegen, heben die Hersteller und Händler nur wieder die Preise an.“
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