Eine Sache vorweg: Streiks sind nervig! Erst recht, wenn man selbst nicht zu den Streikenden zählt und man von den daraus resultierenden Konsequenzen direkt betroffen ist. Nur, wenn sie nicht nervig wären, würden sie ihren Zweck verfehlen. Zudem wurde der öffentliche Dienst, insbesondere Kindergärten und Entsorgungsbetriebe, zu lange mit seinen Forderungen ignoriert. Die nun folgende Reaktion ist hausgemacht.

Forderungen der Gewerkschaft diskutierbar, aber nachvollziehbar

Den Demonstrierenden geht es vor allem um eines: Wertschätzung! Beispielsweise Erzieher. Sie tragen für unsere Jüngsten eine hohe Verantwortung. Gleichzeitig sollen die Pädagogen aber auch die Entwicklung vorantreiben und das möglichst bei vielen Kindern simultan. Von den vielen Krankheitstagen ob der psychischen Belastung oder dadurch bedingt, dass eine Grippewelle umgeht, ganz zu schweigen.

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Ein anderes Beispiel: die Mitarbeiter der Müllabfuhr, die jeden Tag bei Wind und Wetter wortwörtlich unseren Dreck wegräumen. Ein unterschätzter Beruf, welches einem aber erst auffällt, wenn der Abfall nicht abgeholt wird. Zudem wird der Job der vielen Frauen und Männer in Orange nicht gerade einfacher, wenn der Bürger nicht mal das ABC der Mülltrennung beherrscht beziehungsweise es ignoriert. Aber sobald das Müllauto auch nur eine Minute zu lange die Straße blockiert, ist die Aufregung groß.

Am Ende drückt sich die Wertschätzung sicherlich nicht nur in warmen Worten, sondern in mehr Gehalt beziehungsweise Urlaubstagen aus. Die Forderungen der Gewerkschaft: acht Prozent mehr Lohn, aber mindestens 350 Euro und drei zusätzliche Urlaubstage. Darüber kann man diskutieren. Aber mal ehrlich: sollte uns die Arbeit dieser Menschen nicht genau das wert sein?