Das Bildungsministerium hat sich verschätzt. Wer glaubt, man könne einer etablierten Schulform plötzlich Ressourcen streichen, ohne massiven Protest einzufahren, der irrt – und zwar gewaltig. Nicht ohne Grund sind in den vergangenen Wochen unter anderem Eltern schulpflichtiger Kinder auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Schulordnungsnovelle zu demonstrieren.
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Und dennoch legt das von Bildungsminister Christian Tischner (CDU) geführte Haus mit der Streichung von Beratungszeit an Gemeinschaftsschulen nach und handelt sich prompt – wie sollte es anders sein – die Wut der Landeselternvertretung ein.
Dabei scheint es, als hätte das Bildungsministerium diese Eltern nicht mit bedacht. Nicht anders ist zu erklären, wie die Reaktionen auf den Protest seitens der Verantwortlichen ausfallen. Staatssekretär Bernd-Uwe Althaus sprach kürzlich von einem Randthema, das nun hochkoche.
Das ist ignorant, weil es bewusste Entscheidungen der Eltern für genau diese gewählte Schulform diskreditiert. Und das Bildungsministerium sollte das wissen. Schließlich geht es um das Wohl der Kinder, das von den Eltern verteidigt wird. Diese Eltern haben sich bewusst für eine Gemeinschaftsschule entschieden – oft nach langen Überlegungen, Gesprächen und Abwägungen. Sie wollen ihren Kindern die bestmögliche Zukunft bieten. Nun wird genau diese Wahl durch politische Entscheidungen auf die Probe gestellt. Kein Wunder, dass sich Protest formiert.




