Bei der Thüringer AfD besitzen 34 Parteimitglieder insgesamt 154 Schusswaffen. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Katharina König-Preuss hervor, über die der „Spiegel“ zuerst berichtete. Demnach handelt es sich um 87 Langwaffen und 67 Kurzwaffen. In den Zahlen sind keine Dienstwaffen von Polizistinnen und Polizisten enthalten. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz seit 2021 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet. Den Daten nach haben neun Thüringer AfD-Mitglieder eine staatliche Erlaubnis, mit Sprengstoff umzugehen.
Linke-Fraktion sieht Sicherheitsrisiko
Bei den Schusswaffen hatte König-Preuss abgefragt, wie viele AfD-Mitglieder über eine Waffenbesitzkarte oder einen Großen Waffenschein verfügen, aufgrund von Regelungen im Waffengesetz zur Jagd, zu Sportschützen, der Brauchtumspflege, zu Waffen- und Munitionssammlern, zu Sachverständigen, gefährdeten Personen oder Erbfällen.
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Für die Thüringer Linke-Fraktion offenbarten die Zahlen „erschreckende Zustände“. „Das ist ein enormes Sicherheitsrisiko, wir wissen aus der Vergangenheit, welche Gefahren im Umgang mit Schusswaffen in den Händen der extrem rechten Szene entstehen können“, sagte König-Preuss. Die Landesregierung müsse mehr Anstrengungen investieren, um die rechte Szene zu entwaffnen. „Der Innenminister muss das Thema endlich zur Chefsache machen“, forderte König-Preuss.
dpa


