Den Hauptpreis haben sie knapp verpasst. Kinder- und Jugendliche aus Weimar dürfen sich dennoch über eine „lobende Erwähnung“ in der Kategorie „Poltisches Engagement“ beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis freuen. Die Auszeichnungen sind am Montag im Europapark Rust im Bundesland Baden-Württemberg vergeben worden. Für ihre Kinderspielplatz-Idee haben die Thüringer ein Preisgeld von 3000 Euro erhalten.
Spielplatz für einen historischen Ort entworfen
Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 15 Jahren aus Weimar haben einen Spielplatz an einem historischen Ort zu einem generationsübergreifenden Spiel - und Begegnungsort konzipiert. Sie entwarfen eigene Spielgeräte, Lichtobjekte und auch Hörboxen, die Geschichten zu historischen Orten erzählen, die auch blinde Menschen nutzen können. Das Projekt soll zeigen, dass Kinder – ob mit oder ohne Einschränkungen – dazugehören und ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind.

Das Gesamtprojekt ist bereits 2019 gestartet worden. In insgesamt vier Phasen sind immer wieder neue Kinder -und Jugendliche daran beteiligt worden. 2020 wurden die Macher bereits mit dem dritten Preis beim Bundeswettbewerb „Rauskommen“ ausgezeichnet. Gefördert wird das Projekt durch das Programm des Deutschen Kinderhilfswerk „Kultur macht stark“.
Kinder in Umfragen an Planung beteiligt
„Der Reiz war immer, dass wir Kinder- und Jugendlichen etwas selber machen“, sagt Jérôme (20), der von Anfang an dabei war, im Bewerbungsvideo. So habe man in Umfragen ermittelt, was Weimarer Kinder haben möchten. „Wir haben herausgefunden, dass Wasserspiel, Trampolin, Rutschen, Kletterwand, aber auch Spielelemente enthalten sein sollen“, fügt Projektleiterin Yasminna Budenz hin.

Die 20-jährige Anna, die ebenfalls seit dem Start dabei ist, erklärt: „Das Besondere ist, dass es diese Spielgeräte so noch nicht gab. Und das immer etwas Neues da ist – zum Beispiel Hörobjekte oder Einspielungen mit Licht sowie ganz unterschiedliche Sachen wie Murmelbahn.“
Ob der Entwurf in Weimar je umgesetzt wird, ist offen. Eine Zusage dafür soll es bisher nicht gegeben haben.
Den Hauptpreis in der Kategorie „Politisches Engagement“ hat der zwölfjährige Nathan aus Köln gewonnen. Bei seinem Projekt „Klima schützen mit Zahlen“ wurde er von der Nachhaltigkeitsarbeitsgemeinschaft seiner Schule sowie seinen Eltern unterstützt. Nathan hatte einige Dokumentationen zum Umweltschutz gesehen. Weil er Mathematik sehr mag, hat er mit sehr „großen Zahlen“ die Klimakrise anschaulich deutlich gemacht. An seiner Schule hat er dazu einen Vortrag gehalten und diesen mit gemalten Plakaten in Form einer Ausstellung veröffentlicht.
Weitere Hauptpreise gehen nach Berlin und Köln
Ein weiterer Hauptpreis ging nach Berlin. Im Projekt „Coole Kids Rap - Mach Mit: Umweltsong und DIY-Tutorials für den Umweltschutz“ (Gewinner in der Kategorie „Kinder- und Jugendkultur“) entwickelten die Kinder und Jugendlichen Erklärvideos, in denen sie erläutern, wie man sich niedrigschwellig für den Naturschutz einsetzen kann.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Abkürzung DIY steht für den englischen Begriff „Do it yourself“ (Mach es selbst.). Das Projekt findet seit 2010 einmal jährlich in den Sommerferien statt. Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren schreiben dabei eigene Texte, rappen, tanzen Streetdance, gestalten Graffiti, drucken T-Shirts, besuchen ein Tonstudio und drehen zum Abschluss einen Videoclip. Mit dem Projekt im letzten Jahr möchten die Kinder und Jugendlichen das Bewusstsein für ökologische Themen stärken und andere ermutigen, aktiv für den Umweltschutz einzutreten.
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Die Bezirksschülervertretung in Köln hat den dritten Hauptpreis gewonnen. Mit Arbeitskreisen und anderen Unterstützungsangeboten will die Schülervertretung die mentale Gesundheit von Schülern und Schülerinnen fördern. Die Hauptpreisträger haben jeweils 6000 Euro erhalten.




