Mehr als 200 Kilometer ist Wolfram Jarosch gelaufen. Neun Tage. Von Jena nach Berlin. Es war ein Protest-Marsch, den er gegangen ist. Mit im Gepäck eine Petition mit 103.000 Unterschriften. Darin ist die Bitte an die Bundesregierung und Außenminister Wadephul (CDU) formuliert, sich für die Rückführung von Maja T., dem Kind von Jarosch, einzusetzen. Die Petition habe er abgegeben, sagte Jarosch. Jedoch habe Minister Wadephul das Anliegen nicht persönlich entgegengenommen.
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Maja T. seit einem Jahr in Ungarn in Haft
Seit nunmehr einem Jahr sitzt Maja T. in Ungarn in Untersuchungshaft. Der Thüringer Person, die sich als nonbinär identifiziert, sich also keinem Geschlecht zugehörig fühlt, wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest an Gewalttaten gegen tatsächliche oder mutmaßliche Rechtsextremisten beteiligt und für schwere Körperverletzungen mitverantwortlich gewesen zu sein. Daraufhin wurde Maja T. im Dezember 2023 in Berlin verhaftet und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion über Österreich nach Ungarn ausgeliefert. Diese Auslieferung war rechtswidrig, urteilte das Bundesverfassungsgericht kurz darauf in einer Eilentscheidung.
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Maja T. seit 33 Tagen im Hungerstreik
Gegen die Auslieferung protestiert Jarosch. Den größten Teil der Strecke sei er alleine gelaufen. Zeitweise habe ihn seine Frau mit dem Fahrrad begleitet. Auf seinem Weg nach Berlin habe er viel Zuspruch erfahren. Zwar habe es das ein oder andere Mal auch unpassende Kommentare gegeben, wie: „Ihr gehört doch alle ins Gefängnis“, aber die meisten Menschen hätten Empathie aufgebracht.
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Seinem Kind gehe es den Umständen entsprechend, sagte Jarosch. Maja T. habe stark abgenommen, sei sehr schwach und erschöpft. Seit 33 Tagen befindet sich Maja T. im Hungerstreik und seit etwa einer Woche im Haftkrankenhaus. Es drohe ein Organversagen, sagte Jarosch. „Es geht um das Leben meines Kindes“.





