Insgesamt gibt es etwa 400 Studiengänge an den verschiedenen Thüringer Hochschulen. Davon sind einige zulassungsfrei, viele allerdings auch nicht. Studiengänge wie Medizin in Jena, Architektur in Weimar oder Kommunikationswissenschaften in Erfurt sind mit einer Zulassungsbeschränkung versehen. Die Bewerbungsfrist für solche Studiengänge endet am Dienstag, 15. Juli.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Das muss jedoch nicht zwingend ein klassischer Numerus Clausus (NC) sein. So gibt es beispielsweise an der Universität Erfurt für die Bachelorstudiengänge Musik, Kunst und Sport spezielle Eignungsprüfungen. An der Bauhaus-Uni Weimar gibt es für die künstlerisch-gestalterischen Studiengänge wie Produkt-Design oder Mediengestaltung künstlerische Eignungsprüfungen.

Uni Jena ist die größte Hochschule in Thüringen

In solchen Prüfungen gilt in den meisten Fällen auch die Abiturnote, jedoch wird nicht nur anhand dieser ausgewählt, wer die Zusage für den Studienplatz bekommt. Andere Erfahrungen wie Praktika oder aber Ergebnisse in speziell von der Universität konzipierten Prüfungen werden mit in die Bewertung einbezogen.

An den staatlichen Hochschulen in Thüringen sind laut dem Thüringer Bildungsministerium momentan etwa 50.000 Studierende eingeschrieben. Davon entfallen allein auf die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) etwas mehr als 15.500. Die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena verzeichnet aktuell rund 4300 eingeschriebene Studierende, während an der Universität Erfurt 5633 Studierende immatrikuliert sind. An der Bauhaus-Universität Weimar widmen sich 3760 Studentinnen und Studenten dem Studium. An der Technischen Universität in Ilmenau sind es 4134 Menschen, die dem Studium nachgehen.

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Erfurter Hochschulen erwarten weniger Erstsemester

Zum neuen Wintersemester erwarten die Thüringer Hochschulen unterschiedliche Entwicklungen, was die Zahl der neuen Studierenden angeht. Während einige mit einer ungefähr gleichbleibenden Zahl der Neuanmeldungen rechnet, zeigen sich die beiden Hochschulen aus Erfurt ein wenig pessimistischer. Zwar können beide nur über die Zahl spekulieren, da die Fristen noch laufen, aber es könne sein, dass zum nächsten Wintersemester die Zahl der Erstsemester kleiner ausfallen als gewohnt.

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Grund dafür sei die Umstellung von G8 auf G9 im Nachbarbundesland Bayern. Es wird also von 12 wieder auf 13 Schuljahre gewechselt. In diesem Jahr fällt dadurch dort ein kompletter Abiturjahrgang weg, was sich auch auf die Zahl der Erstsemester in Thüringen auswirken könnte. Zum Start des letzten Wintersemesters konnte Fachhochschule Erfurt rund 1200 Erstsemester begrüßen, an der Universität Erfurt waren es 1918. Die FSU hieß mehr als 3600 neue Studierende zum Start des letzten Wintersemesters willkommen, an der Bauhaus-Universität Weimar zwischen 750 und 800.