Steuererklärung mit einem Klick? Das geht seit Jahren in Skandinavien. Wer dort seine Steuern erklären muss, bekommt eine Textnachricht aufs Handy und braucht diese nur zu bestätigen. Erledigt also in wenigen Minuten.

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Was dafür nötig ist, wird in Deutschland wahrscheinlich die Datenschützer auf den Plan rufen: der Schwede ist sehr transparent mit seinen Daten. Seine Personennummer ist überall hinterlegt und für viele bürokratische Prozesse sogar dringend nötig. Selbst die Wohnungssuche kann ohne aussichtslos werden. Die Nachbarschaft weiß sehr genau, was man verdient. Bus und Bahn fuhr man schon vor Jahren nur noch mit digitalen Fahrkarten und ließ sich seinen Einkauf mit personalisierten Angeboten versüßen. Vieles davon ist nun auch in Deutschland angekommen.

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Doch ob es die Steuererklärung wirklich auf einen Bierdeckel schafft, wie es Kanzler Merz einst propagierte, oder sogar in eine Textnachricht, bleibt fraglich. Natürlich stellt die Finanzbehörde auch jetzt schon diverse Unterlagen zur Verfügung, die uns vom Bankgeschäft über Riester-Versicherung bis hin zur Lohnsteuerkarte transparenter macht.

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Doch führt ein solches System nicht auch dazu, dass eine ganze Branche arbeitslos werden könnte? Die Steuerberater. An der Lautstärke ihrer Lobbyverbände werden wir hören, wie viel Umsatz durch diese Digitalisierung wirklich gefährdet ist. Dem normalen Steuerpflichtigen jedenfalls würde die digitale Lösung Zeit sparen und dem Finanzamt vielleicht das Bedrohliche nehmen – mit nur einem Klick.