Im August ist die Zahl der Arbeitslosen über die Schwelle von drei Millionen geklettert. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnete im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg von 46.000 auf insgesamt 3,025 Millionen arbeitslose Menschen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. BA-Chefin Andrea Nahles begründete dies mit der Sommerpause und erklärte, der Arbeitsmarkt sei „nach wie vor von der wirtschaftlichen Flaute der vergangenen Jahre geprägt“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Sommer ist keine Seltenheit: Unternehmen reduzieren vor den Ferien Neueinstellungen, und viele Ausbildungsplätze enden. Die August-Zahlen waren aber zuletzt vor 15 Jahren so hoch. Über der Grenze von drei Millionen lag die Zahl der Arbeitslosen zum letzten Mal im Februar 2015. 

Stabilisiert sich der Arbeitsmarkt?

Im bundesweiten Vergleich lag die Arbeitslosenquote in den Stadtstaaten Bremen (11,8 Prozent) und Berlin (10,5) weiterhin am höchsten, in den südlichen Bundesländern Bayern (4,2) und Baden-Württemberg (4,7) am niedrigsten. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. August vorlag.

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht trotz des neuen Höchststands bei der Arbeitslosigkeit erste Lichtblicke. Für das Arbeitsmarktbarometer befragen die Fachleute monatlich alle Arbeitsagenturen nach ihren Erwartungen für die nächsten drei Monate. Im August erwarteten sie erstmals seit drei Jahren, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit ein Ende hat. Auch die Beschäftigung könnte demnach wieder Fahrt aufnehmen.

AFP/dpa