Die EU-Kommission will Grönland stärker an sich binden und deutlich mehr Geld in das autonome Gebiet im Nordatlantik investieren. Der Schritt erfolgt, nachdem die US-Regierung unter Donald Trump wiederholt betont hatte, Grönland für sich beanspruchen zu wollen.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Um die Partnerschaft zwischen der EU und Grönland in den Bereichen kritische Rohstoffe, Energie und digitale Integration nun zu verankern, sollen nach Willen der Brüsseler Behörde mehr als 500 Millionen Euro aus dem nächsten mehrjährigen Etat an die Insel fließen. Die Pläne stellte EU-Kommissar Michael McGrath am Mittwoch vor. Damit würde die Kommission doppelt so hoch investieren wie bislang.

Auch interessant

Rohstoffe und Geostrategische Lage: Weltmächte wollen Grönland

Insgesamt seien Grönland sowie etwa die Überseegebiete Frankreichs und der Niederlande wichtige Vorposten Europas, so der EU-Kommissar für Justiz und Rechtsstaatlichkeit weiter. Grönland verankere die EU in der Arktis. „Aufgrund seiner Geschichte, seiner Ressourcen und seiner geostrategischen Bedeutung nimmt es einen besonderen Platz ein.“

Auch interessant

Der Vorstoß dürfte auch eine Reaktion auf den geopolitischen Konflikt um Einfluss auf der arktischen Insel sein. Trump sprach in den vergangenen Monaten immer wieder davon, die Kontrolle über das weitgehend autonome, aber zum Königreich Dänemark zählende Grönland übernehmen zu wollen.

lro/dpa