Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat in den sozialen Netzwerken eine Auszeit verkündet. Die Journalistin hatte wegen ihrer Anmoderation eines Beitrags über das Attentat auf den rechtsgerichteten Podcaster Charlie Kirk in den vergangenen Tagen massive Hassbotschaften erhalten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Aus Gründen mal ein paar Tage Pause“, verkündete Hayali am Montag auf ihrem Instagram-Kanal. Sie danke allen für ihre „anständigen, kritischen Kommentare“, heißt es in dem Beitrag weiter. Dann läuft das Video weiter. Darin zu sehen: die zahlreichen beleidigenden Kommentare von Nutzerinnen und Nutzern, die Hayali bekommen hatte. Sie reichen von „Sie haben das Allerschlimmste verdient“ bis hin zu eindeutig extremen Hassbotschaften wie: „Hoffentlich erschießt dich einer, du Dreckslesbe.“

Dunja Hayali traf massiver Shitstorm – wegen einer Anmoderation über das Attentat auf Charlie Kirk

Das alles wegen ihrer Moderation in der ZDF-Nachrichtensendung „heute journal“, in der sie am vergangenen Donnerstag über das Attentat auf Charlie Kirk gesagt hatte: „Wo soll das alles hinführen? Im Land der Meinungsfreiheit, den USA, scheint es immer weniger möglich zu sein, andere Meinungen auszuhalten oder dagegenzuhalten, ohne dass es eskaliert.“

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Der 31-jährige Charlie Kirk sei Opfer ebendieser Spannungen in den USA geworden, moderierte sie weiter an. Kirk sei ein „Extremer“ gewesen, ein „extrem umstrittener Influencer, der für Donald Trump seit Jahren massiv die Werbetrommel gerührt hat“.

Vor allem bei „jüngeren Konservativen, Christlichen und auch Rechtsradikalen“ sei Kirk beliebt gewesen. „Gestern wurde Kirk bei einem Auftritt an der Utah Valley University erschossen“, moderierte Hayali weiter an und leitete zum Beitrag ihrer Kollegin vor Ort, der ZDF-Korrespondentin Heike Slansky, über.

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Dunja Hayali: Mord an Charlie Kirk sei „mit nichts zu rechtfertigen“

Danach fand Hayali deutliche Worte: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen.“ Offensichtlich habe der „radikalreligiöse Verschwörungsanhänger“ damit jedoch einen Nerv getroffen, so die Moderatorin weiter. „Charlie Kirk hatte nicht nur Millionen Follower auf den verschiedensten Plattformen, sondern auch seine Veranstaltungen waren extrem gefragt und gut besucht.“

Seit der Sendung, so ist in weiteren Beiträgen von Hayali ersichtlich, prasselten Hasskommentare auf sie ein. Befeuert wurde die Welle an Hassbotschaften unter anderem durch Julian Reichelt. Der ehemalige „Bild“-Chefredakteur hatte in seiner Sendung auf dem Portal „Nius“ und im sozialen Netzwerk X Hayali vorgeworfen, einen politischen Mord vor einem Millionen-Publikum zu normalisieren. Das Portal verbreitete außerdem eine zusammengeschnittene Version von Hayalis Anmoderation, die den Anschein erweckte, sie würde den Mord an Kirk rechtfertigen. Weitere rechte Influencer verbreiteten den Beitrag.

News aus den USA

In einem Instagram-Video ging die Journalistin auf die Vorkommnisse ein. Es sei okay, Kritik an der Art, wie sie ihren Job mache, zu äußern. Allerdings seien Todeswünsche nicht in Ordnung. „Was mich immer wieder wundert, ist: Gewalt verurteilen, aber dann jemand anderem Gewalt androhen. Das passt weiterhin nicht zusammen. Aber werden Sie glücklich damit, gute Nacht“, sagte Hayali. Die Journalistin zog Konsequenzen – und sich für einige Tage zurück.