Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt hat die Abschaffung des beliebten Reparaturbonus in Thüringen kritisiert. „Seid ihr eigentlich verrückt geworden?“, fragte Göring-Eckardt in einem bereits am Freitag auf der Plattform X verbreiteten Video. Ausgerechnet der Umweltminister habe beschlossen, dass es den Zuschuss nicht mehr geben soll. Sie rief die Landesregierung aus CDU, BSW und SPD dazu auf, den Bonus wieder einzuführen.
Ob Waschmaschine, Handy oder Toaster: Reparieren statt neu kaufen schont Ressourcen, Geldbeutel und Umwelt. Der #Reparaturbonus hat das für viele in Thüringen zugänglicher gemacht. Ihn abzuschaffen ist ein echter Rückschritt. pic.twitter.com/Xa0luzd6mS
— Katrin Göring-Eckardt (@GoeringEckardt) September 19, 2025
Reparieren statt Wegwerfen
Der Reparaturbonus war von Rot-Rot-Grün eingeführt worden – Thüringen galt mit dem Modellprojekt als Vorreiter. Zuständig war das damals von den Grünen geführte Umweltministerium. Das Konzept sah einen Landeszuschuss für Verbraucher vor, die etwa ihre Elektrogeräte reparieren ließen, statt sie wegzuwerfen.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Jährlich wurden mit dem Programm bisher Tausende Reparaturen von Handys, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen, Kühlschränken oder Elektroherden gefördert. Jeder Thüringer konnte dafür bis zu 100 Euro pro Jahr beantragen.
Auch interessant
Angespannte Haushaltslage
Ab 2026 wird der Zuschuss gestrichen. Grund dafür sei die angespannte Haushaltslage des Landes, teilte das von Tilo Kummer (BSW) geführte Umweltministerium mit.
Kummer sieht den Bund in der Pflicht. Thüringen habe einen wichtigen Anschub zur Vermeidung von Elektroschrott gegeben, hatte er gesagt. „Jetzt ist die Zeit gekommen, wo der Bund gefordert ist und EU-Recht innerhalb des nächsten Jahres in Bundesrecht umsetzen muss.“
Auch interessant
dpa






