Nach dem tödlichen Messerangriff auf den Polizisten Rouven Laur in Mannheim muss der Angeklagte Sulaiman A. lebenslang in Haft. Alle Verfahrensbeteiligten akzeptierten die Haftstrafe wegen Mordes und legten keine Revision ein, wie das Oberlandesgericht Stuttgart mitteilte. Eine entsprechende Frist dafür war eine Woche nach Verkündung des Urteils am Dienstag abgelaufen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte vergangene Woche im Verfahren gegen den 26-jährigen Afghanen zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt – eine vorzeitige Haftentlassung ist so nahezu ausgeschlossen. A. wurde auch wegen versuchten Mordes in vier Fällen sowie gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
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Polizist starb zwei Tage nach Angriff
Bei dem islamistisch motivierten Angriff gegen eine Kundgebung der islamkritischen Bürgerbewegung Pax Europa am 31. Mai 2024 auf dem Mannheimer Marktplatz wollte A. den Hauptredner Michael Stürzenberger töten. Laut Urteil wollte er aber daneben möglichst viele Menschen töten und habe auch den Vorsatz gehabt, Polizisten als Repräsentanten des deutschen Staats töten zu wollen.
Der Polizist Laur starb zwei Tage nach der Tat an seinen schweren Verletzungen. A. selbst wollte laut Urteil den „Märtyrertod“ sterben. Er wurde damals niedergeschossen, überlebte aber.
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So könnte A. nach Afghanistan abgeschoben werden
Für eine mögliche Abschiebung von A. nach Afghanistan müsste er nun laut Strafprozessordnung durch die zuständigen Ausländerbehörden ausgewiesen werden. Anschließend müsste die Bundesanwaltschaft von einer weiteren Verbüßung der Haftstrafe absehen. Dabei werden üblicherweise etwa die Umstände der Tat, die Höhe der verbüßten Strafe sowie die familiären Umstände des Straftäters berücksichtigt. Bis zur Tat hatte A. mit seiner Frau und den zwei kleinen Kindern im hessischen Heppenheim gelebt.
Der Fall sorgte für scharfe Debatten über die Migrationspolitik kurz vor der Europawahl. A. hatte sich in Chats in sozialen Netzwerken radikalisiert, er sympathisierte seit Jahren mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Im Prozess gab er an, manipuliert worden zu sein.
jst/dpa, AFP








