Bei einer brutalen Attacke auf eine Synagoge in Manchester hat ein Angreifer am Donnerstag zwei Menschen getötet und mehrere andere verletzt. Drei Opfer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert; am Nachmittag befanden sie sich in einem kritischen Zustand, wie die Polizei von Manchester berichtete. Der mutmaßliche Täter wurde am Tatort von der Polizei erschossen. Die Polizei spricht von einem Terrorangriff.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Angriff erfolgte gegen halb zehn Uhr vor der Heaton Park Hebrew Congregation Synagogue, im Norden von Manchester. Mitglieder der jüdischen Gemeinde hatten sich dort zur Jom-Kippur-Feier eingefunden, als der Täter zuschlug. Er fuhr mit einem Auto in eine Gruppe von Menschen am Eingangstor zur Synagoge. Augenzeugen berichten, wie er danach ausgestiegen sei und angefangen habe, Leute mit einem Messer zu attackieren, unter anderem den Sicherheitsmann.
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Attacke auf Synagoge in Manchester – Polizei tötete Täter
Die schnelle Reaktion eines Mitglieds der Öffentlichkeit, der die Notfalldienste informierte, habe der Polizei erlaubt, umgehend am Tatort aufzutauchen, sagte die Greater Manchester Police. Noch bevor der Angreifer die Synagoge betreten konnte, schoss die Polizei mehrere Male auf ihn und tötete ihn.
Als der Angreifer regungslos vor der Synagoge lag, hatte die Polizei den Verdacht, dass er einen Sprengstoffgürtel trug. Bilder des mutmaßlichen Attentäters zeigen einen Mann mit Glatze und Bart, der um seine Taille drei sackähnliche Objekte gebunden hat. Gegen Mittag rückte das Bombenräumkommando ein. Die Anti-Terror-Polizei war am Tatort im Einsatz.
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Tiefer Schock in jüdischer Gemeinde Großbritanniens
Umgehend nach der Attacke wurden vor Synagogen in ganz Großbritannien die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. „Wir werden alles unternehmen, um unsere jüdische Gemeinschaft zu schützen“, sagte Keir Starmer. Der Premierminister reiste frühzeitig von einem Treffen europäischer Regierungschefs in Kopenhagen ab, um eine Krisensitzung einzuberufen. „Die Tatsache, dass die Attacke an Jom Kippur stattgefunden hat, dem höchsten Feiertag im jüdischen Kalender, macht sie noch schrecklicher“, sagte Starmer. An der Krisensitzung beteiligten sich auch Innenministerin Shabana Mahmood und der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham.
In der jüdischen Gemeinde Großbritanniens herrscht tiefer Schock. „Dies ist der schlimmste Alptraum jedes Rabbis und jeder jüdischen Person“, sagte Jonathan Romain, ehemaliger Rabbi der Synagoge von Maidenhead in Südengland, gegenüber der Nachrichtenagentur PA. Er stellte eine Verbindung her zwischen den Ereignissen im Nahen Osten und der tödlichen Attacke in Manchester: „Der Krieg in Gaza, der selbst eine Tragödie ist, ist irgendwie ins Vereinigte Königreich übergeschwappt“ – seit zwei Jahren versuche man, genau dies zu verhindern, sagte Romain.
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Seit dem 7. Oktober 2023 verstärkter Schutz vor Synagogen
Auch der British Muslim Trust, der Vorfälle von Islamophobie registriert, zeigte sich solidarisch mit der jüdischen Gemeinde von Manchester. Die Stiftung verurteilte den Anschlag als „schockierend und abscheulich“.
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