Noch hat Donald Trump seine Partei fest im Griff – doch das könnte sich ändern. Denn die Republikaner blicken bereits auf das kommende Jahr und die dann stattfinden Midterm-Elections. 2026 werden ein Drittel des US-Senats und das Repräsentantenhaus neu gewählt und viele Republikaner müssen um ihre Sitze kämpfen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Gerade Senatoren waren in der Vergangenheit auf die Unterstützung Trumps angewiesen. Doch wenn der Rückhalt für den Präsidenten weiter schwindet, könnte er eher zur Last werden. Noch ist das Spekulation. Stimmungstests gibt es allerdings, etwa die in wenigen Wochen stattfindende Gouverneurswahl im Bundesstaat New Jersey. Hier lässt sich beobachten: Besonders bei einer Wählergruppe büßt der Präsident deutlich an Unterstützung ein.

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Latinos von Trumps Wirtschaftspolitik enttäuscht

New Jersey gilt traditionell als ein von Demokraten regierter US-Bundesstaat. In Umfragen liegt die demokratische Bewerberin Mikie Sherrill denn auch vor ihrem republikanischen Konkurrenten Jack Ciattarelli – allerdings denkbar knapp. Die Demokraten schieben das auf ihre Kampagne, beim Thema Wirtschaft sei sie bislang nicht zu den Wählerinnen und Wählern durchgedrungen.

Doch auch für Kamala Harris war New Jersey bei der US-Präsidentschaftswahl kein Selbstläufer. Sie gewann den Bundesstaat lediglich mit zwei Prozentpunkten Vorsprung vor Trump. Das knappe Ergebnis kam unter anderem dadurch zustande, dass viele Wähler mit lateinamerikanischen Migrationshintergrund überraschend für Trump stimmten. Ein Trend, der auch in anderen Bundesstaaten zu beobachten war.

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Wird Trump zur Belastung – Demokraten mit neuer Taktik

In Teilen New Jerseys konnte Trump sein Wahlergebnis im Vergleich zu 2020 so mehr als verdoppeln. Doch die Zustimmung schwindet inzwischen rasant. Wie eine Umfrage im Auftrag von CBS News zeigt, sind viele Latino-Wähler unzufrieden mit Trumps Wirtschaftspolitik. Demnach sagen zwei Drittel der Befragten, dass es der US-Wirtschaft schlecht gehe und nur 38 Prozent finden, dass Trump einen guten Job macht. Zu Beginn seiner Amtszeit waren es noch 49 Prozent.

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Nur noch 32 Prozent der Latinos glauben, dass Trump die Inflation gut bekämpft und auch eine Mehrheit ist laut Umfrage überzeugt, dass Trumps Politik schlecht für den Arbeitsmarkt ist.

Interessant ist nun, wie die Demokraten auf diese Entwicklung reagieren: Sie versuchen den republikanischen Bewerber mit Trump in Verbindung zu bringen. Was also noch vor wenigen Monaten vielerorts als Garant für einen Wahlsieg galt, soll nun in New Jersey zum Makel des republikanischen Bewerbers werden.